Kein neuer Gesellschafter des Theaters

Der vogtländische Kreistag hat es mehrheitlich abgelehnt, in die gemeinnützige Theater-GmbH Plauen-Zwickau einzutreten.

Plauen - In der Abstimmung herrschte augenscheinlich kein Fraktionszwang - Gegner und Befürworter des Beitritts waren nicht an einer Parteizugehörigkeit auszumachen: 39 Kreisräte stimmten gegen den Beitritt, 11 Abgeordnete votierten für den Antrag, den die Linkspartei eingebracht hatte. Deren Vorschlag sah zudem vor, dass der Vogtlandkreis jährlich 1,5 Millionen für das Theater zuschießt.

"Doch woher kommt das Geld? Das ist das Problem", sagte Lutz Kätzel, der SPD-Fraktionschef. Plauen Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) freute sich, dass der scheidende Landrat Dr. Tassilo Lenk "in seiner letzten Sitzung gezwungen wird, über das Theater zu sprechen". Der Kreis könne sich nicht dauerhaft um seine Verantwortung drumherum mogeln, zumal an vergleichbaren Theatern wie Görlitz, Bautzen, Annaberg und Döbeln immer der Kreis beteiligt sei.

Auch Oberdorfer weiß, dass es Strukturänderungen bedarf (Stichwort: Zuviele Orchester im Vogtland), um das Theater fit zu machen für die Zukunft. "Aber wer Änderungen will, muss Gesellschafter werden." Lenk verwies kurz auf den Kulturausschuss des Kreises, der einen Beitritt (bisher) abgelehnt habe. CDU-Landtagsmitglied Sören Voigt lehnt den Beitritt des Kreises zur Theater-gGmbH ab - bis ein ganzheitliches Kulturkonzept für den Vogtlandkreis vorliegt. Das ist übrigens eine der Forderungen aus einem CDU-SPD-Papier. ufa