Kein Kreisverkehr am Klingenthaler Königsplatz

Im Kreis drehte sich bisher die Debatte um den Kreisverkehr in Klingenthal. Jetzt wurde eine Entscheidung gefällt.

Klingenthal - Ein Blick zurück: Zur Stadtratssitzung am 22. September des Jahres 2010 in der Jugendherberge auf dem Klingenthaler Aschberg wurden die Vorentwürfe für den Ausbau des Königsplatzes vorgestellt, darunter auch ein Kreisverkehr. Der Kreisverkehr war zwar nicht der Favorit des Straßenbauamts, dafür der des Stadtrates.

Und so geisterte der damals mehrheitlich gewünschte Kreisverkehr die letzten drei Jahre durch Klingenthal. Ein Knackpunkt: Die Kosten für den Bau des Kreisverkehrs liegen, da es sich um eine Bundesstraße handelt, beim Bund, der die Mehrkosten für einen Kreisverkehr jedoch ablehnt. Und Klingenthal kann diese zusätzlichen Ausgaben natürlich auch nicht aufbringen. Damit nun überhaupt ein Ausbau in diesem Bereich erfolgen kann, war zur Stadtratssitzung die Aufhebung des Beschlusses von 2010 erforderlich.

Stadtrat Carsten Förster betrachtete dieses Vorgehen als Erpressung durch das Straßenbauamt, bei dem Stadtratsbeschlüsse wohl nichts zählen. Er würde zwar notgedrungen zustimmen, aber gegen seine Überzeugung. Thomas Ungethüm fand zumindest tröstende Worte. So schlecht wäre eine ausgebaute Kreuzung am Königsplatz vor allem unter Berücksichtigung der Hauptverkehrsströme doch dann auch nicht.

Und Bürgermeister Thomas Hennig merkte an, dass es irgendwie verständlich sei, dass, wer bezahlt, auch die Ausführung des Bauvorhabens festlegt. Drei Jahre hätte man verschenkt, und bei der Gelegenheit käme endlich die Bruchbude an der Ecke weg, noch dazu kostenlos. Und so biss man schließlich einstimmig in den sauren Apfel. H.S.