Kein Interesse an Ortschaftsratssitzung

Rosenbach/Syrau - Trotz der besonders detaillierten Einladung zur Ortschaftsratssitzung Syraus am Dienstagabend ließen sich die Einwohner nicht hinter dem Ofen vorlocken. Neben den Stammgästen Brigitte Riedel und Birgit Karge waren mit Bürgermeister Achim Schulz, Pfarrer Michael Kreßler, Kita-Leiterin Heike Schmidt und Sportclubchef Jens Mannig mehr oder weniger halboffizielle Besucher anwesend.

"Mit etwas mehr Resonanz hatte ich schon gerechnet", merkte Ortsvorsteher Jens Mantel an. Dabei waren von ihm alle Möglichkeiten genutzt worden, in einer mühsam erstellten Diaschau auf das in den letzten beiden Jahren Erreichte und auf die Schwachpunkte in der Entwicklung des Ortsteiles hinzuweisen. Es ging um die Zukunft des Höhlenheim-Komplexes oder des Wasserturms, um in die Schulstraße ragendes Gehölz oder das desolate Ballfangnetz am Bolzplatz an der Turnhalle. Eine der wichtigsten Aufgaben für den Ortsteil sieht Mantel darin, nicht mehr benötigte Gemeindeflächen zu veräußern.

Walburga Hofmeyer, ebenfalls aus Fröbersgrün, bat zu prüfen, ob nach dem Ende des Fußweges in Richtung Windmühle dieser nicht an der Fröbersgrüner Straße weitergeführt werden kann. Wolfgang Mächtig sieht in der vorgelegten Arbeit ein Hilfsmittel mit dem "die Weichen für die Zukunft gestellt werden können" und Gerd Wunderlich konstatierte, dass die letzte größere Sache der eigenständigen Gemeinde wohl das Sportlerheim gewesen sei, was aus eigener Kraft auf die Beine gestellt wurde: "Seit der Bildung der Großgemeinde kam in Syrau und Fröbersgrün noch nichts an. Die Mittel fließen in andere Ortsteile ungebremst ab." Seine Frage, ob denn jemals der behindertengerechte Eingang in das Gemeindeamt genutzt wurde, beantwortete Schulz mit ja: "Einmal durch Heinz Reichardt bei seiner letzten Gemeinderatsteilnahme." jpk