Kein Fördergeld für Kita-Anbau

Der Förderantrag zum Anbau an die Kindertagesstätte in Triebel wurde abgelehnt. Der Gemeinderat hält trotzdem am Bau fest und schließt einen Architektenvertrag.

Triebel - Was im Dorf bereits die Runde machte, wurde zur Sitzung des Gemeinderates Gewissheit: Der Fördermittelantrag zur Erweiterung der Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" ist abgelehnt. Das teilte Bürgermeisterin Ilona Groß den Gremiumsmitgliedern mit.

Sie berief sich auf ein gleichlautendes Schreiben des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie des Freistaates. Triebel teilt damit das gleiche Schicksal wie Syrau, deren Förderantrag ebenfalls mit Nein beschieden wurde.

Aufgeben wollen die Triebler deshalb noch lange nicht, zu wichtig ist der Anbau. So die entschlossene Haltung des Gemeinderates. "Wir versuchen weitere Fördertöpfe zu erschließen", sagte Ilona Groß im Gespräch mit dem Vogtland-Anzeiger. Zudem herrsche Übereinstimmung im Gemeinderat, den jetzt abgelehnten Förderantrag im nächsten Jahr nochmals zu stellen.

Wie wenig Geld der Freistaat Sachsen für seine Kommunen übrig hat, zeigt die Tatsache, dass von 160 eingereichten Objekten lediglich elf eine staatliche Förderung bekommen. "Wir landeten mit unserem Ausbau der Kindertagesstätte auf Rang 109", so die Aussage der Bürgermeisterin.

Trotz des Neins legitimierte der Gemeinderat den im Zuge der Fördermittelbeschaffung tätigen Diplomingenieur Harald Radüchel. Dieser hielt die Vorbereitung und Planung des neu konzipierten Anbaus der Kindertagesstätte in Händen. Das bislang mündliche begründete Vertragsverhältnis wurde nun in ein ordentliches umgewandelt und die Planung fortgesetzt. Ilona Groß betonte: "Der Abschluss des Ingenieurvertrag zeigt unseren Willen, am Anbau festzuhalten."

Ein kleines Trostpflaster bleibt der Gemeinde: Der Vogtlandkreis hat seine Fördermittel für die Außenanlagen und Zaun sowie Innenausstattung in Höhe von 35 000 Euro bestätigt. Die Gemeinde leistet dazu einen Eigenanteil von15 800 Euro.