Kein fester Bebauungsplan lässt alles offen

Der aktuelle Stand in der Elsteraue, als EFRE-Fördergebiet, war Thema eines Rundganges zu dem das Vogtlandbüro der Grünen gestern einlud.

Von Stephanie Rössel

Plauen Fast täglich verändert sich etwas auf dem Gelände am Fuße der Stadtmauer. Die Kindertagesstätte soll bald 120 Kindern Platz bieten. Aktuell kam es jedoch zu Verzögerungen. In Sachen Brandschutz müssten noch einige Dinge geklärt werden. Außerdem muss noch der gesamte Außenbereich angelegt werden. Markus Löffler, Fachgebietsleiter Stadtbau und Umwelt, weiß über alles Bescheid und konnte auch die Fragen bei einem Rundgang entsprechend beantworten. Der Landtagsabgeordnete des Bündnis 90/Die Grünen, Gerhard Liebscher, hatte die Fraktionsvorsitzende der Sächsischen grünen Landtagsfraktion, Franziska Schubert sowie die Europaabgeordnete im vogtländischen Wahlkreis, Anna Cavazzini, eingeladen. Gemeinsam mit den aktuellen Kandidaten für den Bundestag, gab es einen Erkundungsrundgang zum Weisbachschen Haus und der Hempelschen Frabrik. Letztere wird an das Schönecker Unternehmen GK Software verkauft. Entstehen soll ein zweiter Firmensitz, aber auch andere sollen Platz dort finden. Die nebenstehende Backsteinvilla wurde von der GK mit erworben. Die zweite Villa zwischen Hempelschen Platz und Garten wurde von einer Privatperson erworben. Dort soll Gastronomie entstehen. Da die beiden Villen nicht an Fördermittel gebunden sind, ist deren Sanierung an keine Zeitvorgabe gebunden. Löffler geht davon aus, dass die GK noch in diesem Jahr mit der Halle 1 beginnt. Denn auch hier ist die Fertigstellung für 2022 vorgesehen. "Das ist aber schaffbar, da man in dem Fall ja nicht wie eine Stadt an Ausschreibungen gebunden ist", sagt Löffler. Er sprach bei Bausachen mit einem Schmunzeln von zwei natürlichen Feinden - dem Denkmalschutz und dem Naturschutz.
Die Grünen interessierten sich weiterhin für Demografie, das Verkehrsnetz und Ansiedlungsmöglichkeiten. Zu Debatte stand dabei auch Elektromobilität. Laut Anna Cavazzini habe die Kommission nun vorgeschlagen ab 2035 Verbrennungsmotoren zu verbieten.
Im Anschluss gab es einen Besuchstermine in der BA Plauen sowie im Textilunternehmen STS Textiles in Grünbach.