Katzen freuen sich über Spenden

Die Katzen im Plauener Tierheim können aufatmen. "Jetzt ist ausreichend Futter da", erklärte Chris Wolfrum. Das war kürzlich noch anders. Vor einigen Tagen wandten sich die Mitarbeiter der Einrichtung an die Öffentlichkeit und baten um Unterstützung.

Von Gabi Kertscher

Wir haben kaum noch Nassfutter!", hieß es in dem Spendenaufruf. Und die Resonanz war gewaltig. Leiterin Katrin Soellner zeigte sich begeistert. Die zuständige Paketdienst habe tagelang zusätzliche Autos eingesetzt, die das Tierheim belieferten. Es gingen Spenden von Privatleuten, Geschäften und Firmen ein. Das Lager ist zur Zeit wieder gut gefüllt.


Durch die Corona-Krise sind alle Veranstaltungen ausgefallen. Es kamen daher keine Spenden, weder Futter noch Finanzhilfen gingen im gewohnten Umfang ein. "Es ist noch nicht überstanden", so Söllner.


Der Adventsmarkt und die Pfötchenweihnacht finden ebenfalls nicht statt. Diese beiden Events wären nötig, um den Futterbestand konstant zu halten. In der Einrichtung "Am Galgenberg" leben zur Zeit rund 170 Katzen und 12 Hunde. Die Zahl ändert sich täglich. Immer wieder werden vor allem ältere und kranke Tiere im Fundzwinger "abgestellt". Manchmal haben die Mitarbeiter das Gefühl, als ob sie zum sterben gebracht werden. "Das tut uns unheimlich weh." Die Sorgen und Nöte werden ab und zu vergessen. Immer dann, wenn sie die Tür zur Katzen-Quarantänestation oder zum Kittenzimmer öffnen. Die kleinen Fellnasen toben durch die Käfige oder kuscheln mit ihren Müttern. "Die meisten von ihnen sind schon vorgemerkt und werden demnächst abgeholt", berichtete Chris Wolfrum. Um die Versorgung der verbleibenden Tiere zu sichern, bitten die Zweibeiner vom Tierheim um weitere Spenden. "Es ist immer jemand da. Wir brauchen dringend die Hilfe der Leute." Hundefutter sei ausreichend vorhanden, nur die Katzen benötigen alles. Dazu gehören auch Spielsachen und Katzenstreu. Allerdings sollte vor dem Besuch angerufen werden. Durch die bestehende Einschränkungen müssen Katrin Soellner und alle Mitarbeiter auf die geforderten Maßnahmen achten. Sie bitten, die Spenden für den Adventsmarkt und die Pfötchenweihnacht bereits vorher zu übergeben. "Die Veranstaltungen sind einfach nicht machbar", bedauert die Chefin die Absagen. Das Tierheim ist tagsüber unter der 03741 431349 zu erreichen.