"Karussell hautnah" - Clubkonzert in Auerbach

Auerbach Die legendäre Ost-Band "Karussell" sorgte am Samstag in Auerbachs Göltzschtalgalerie für einen Ausnahmezustand. Die Leute standen Schlange, warteten geduldig auf eventuelle Restkarten. Die Zuhörerschaft sprengte förmlich das Fassungsvermögen des Hauses. Mit ihrer Balladentour "Wie ein Fischlein unterm Eis" begeisterte "Karussell" mit Frontmann Joe Raschke das Publikum. Zwei Sets, garantiert live gespielt, brachten alte (bekannte) und neue (weniger bekannte) Songs zu Gehör. Dicht an dicht stand die über 200 Köpfe zählende Fangemeinde im Saal der schon lange vom Kirchendienst befreiten ehemaligen Friedhofskapelle. "Karussell" rief ein Publikum auf den Plan, welches durchaus schon zur Gründung der Band im Jahr 1976 dabei gewesen sein könnte. Damals ging die Truppe aus der Amateurformation "Fusion" und Mitgliedern der Klaus-Renft-Combo hervor. "Als Karussell haben wir über Jahrzehnte eine Vielzahl von tollen Song produziert. Auch wenn wir unsere Musiker verjüngt haben, die alten Titel gehören zu unserem festen Programm", berichtet Bandchef Joe Raschke. Die Superhits "Als ich fortging" von 1986 oder "Ehrlich will ich bleiben" und vor allem "Wie ein Fischlein unterm Eis" holten auch in Auerbach die Zuhörerschaft von den nichtvorhandenen Stühlen. Die musikalische Handschrift der Band genießt auch nach fünf Jahrzehnten den Beifall des Publikums. "Mittlerweile haben wir aber jede Menge neue Songs geschrieben.
Unser aktuelles Album Erdenwind ist der Beweis dafür", so Raschke.Der aufmerksame Zuhörer bemerkte beim Konzert allerdings einen gewissen Unterschied: textsicher und mitsingfreudig zeigte sich das Publikum bei den Karussell-Songs, die vor 1990 entstanden. Bei späteren Produktionen blieb die Zuhörerschaft stumm. hhag