Karl Singers Miniaturen erfreuen im Elster Park

Der Schönauer Karl Singer hätte sich sicher gefreut, dass seine dörfliche Miniaturanlage auch heute noch Kinder magisch anziehen. Bis Mitte Januar ist die historische Schauanlage in drei großen Vitrinen im Plauener Elster Park zu sehen.

Der sechsjährige Niklas Kaftan aus Plauen (Foto) könnte schon Singers Ururenkel sein, denn der baute die liebenswerten Häuschen mit den mechanisch angetriebenen Figuren schon in den 1930er Jahren. Ab den 1960er Jahren erfreute die Anlage die Badegäste im Schönauer Naturbad bei Trieb, welches Singer - ursprünglich ein Bauer - damals gründete und betrieb.

Die 16 Häuser und 60 Figuren stellen dörfliche Gebäude, wie die Kirche, das Kulturhaus oder Mühle sowie Alltagsszenen, wie eine Hochzeit oder einen Hufschmied bei der Arbeit, nach. Als Singer 1978 starb und die Anlage aus dem Bad abgebaut wurde, fristete sie viele Jahre ein Schattendasein.

Anfang der 1980 Jahre erstand der Bergener Bernd Windisch die Anlage, die er liebevoll restaurierte und für mehrere Jahre in seiner Scheune öffentlich zeigte. Nun sucht Windisch einen neuen Ort, wo die schönen Miniaturen dauerhaft gezeigt werden können. Eine Station auf Zeit ist der Elster Park. Foto/Text: cze