Kapellenberg: Tafel erinnert am Turm an Vermessung

Der Turm auf dem Kapellenberg bei Schönberg in der Nähe Bad Brambachs spielte eine wichtige Rolle in der Vermessung Sachsens. Daran erinnert demnächst eine Gedenktafel.

Schönberg/Bad Brambach - Der Kapellenbergturm ist seit Karfreitag wieder geöffnet und wird auch dieses Jahr wieder fleißig besucht werden. Für alle Wanderfreudigen und an Vermessungssystemen Interessierten gibt es einen ersten Höhepunkt auf dem Kapellenberggipfel. Vor rund 150 Jahren, genau 1862, trat das Königreich Sachsen der Mitteleuropäischen Gradmessung bei. Anhand eines Dreiecksystems wurde ganz Sachsen genau vermessen. Dafür wurden unter Leitung von Professor Christian August Nagel trigonometrische Festpunkte in Form von Vermessungssäulen errichtet. Auf Grund seiner geographischen Lage bekam der Kapellenberg bereits 1864 eine Triangulierungssäule - und zwar erster Kategorie.

Sie ist heute vom Turm umbaut. Nun hat die Interessengemeinschaft Nagel'sche Säulen anlässlich des Jubiläums Ehrentafeln für bedeutende Säulen gestiftet. Am kommenden Samstag, 27. April, 14 Uhr wird die Ehrentafel für die Vermessungssäule auf dem Kapellenberg mit einem Festakt feierlich enthüllt. Alle Interessenten sind dazu herzlich eingeladen. Wanderwege zum Gipfel bzw. Anfahrt bis zum Parkplatz in unmittelbarer Nähe sind allseits bekannt. Schönberger und Brambacher freuen sich auf viele Gäste. Hoffentlich ermöglicht das Wetter die berühmte Fernsicht vom Kapellenbergturm aus. Erhard Adler