Kampf um "Goldene Wade" in Plauen

Zum 8. Mal traten am Samstagabend im "Haus Vogtland" Männertanzgruppen aus Sachsen zum Kampf um die "Goldene Wade" an. Zum vierten Mal fand der Wettstreit in Plauen statt, da die beiden austragenden Vereine der Wemaer Karnevals Club sowie der Groitzscher Carnevals Club sind.

Plauen - Am Ende feierte der Hohndorfer Carnevals Verein gemeinsam mit dem Oelsnitzer Carnevals Club ihren ersten und zweiten Platz ausgiebig auf der Bühne.

Das HCV-Männerballett aus Hohndorf in der Nähe des sächsischen Lichtenstein überzeugte erneut die Jury und gewann bereits das zweite Mal den Wanderpokal. In ihrer "Horrornacht" hatten Monster und Ghostbusters eine eigene Choregrafie und auch die Kostüme waren die aufwändigsten unter allen Mitstreitern.

Die Männer des OCC rollten mit ihrem magischen Zug erneut auf Gleis 11 3/4 über die Bühne und durch den Saal und fuhren damit direkt auf die Insel mit zwei Bergen und den 2. Platz.

Dritter wurden die Groitzscher als einer der beiden gastgebenden Vereine. Sie folgten dem Ruf der "Freiheit" und verwandelten sich von Sträflingen zu Matrosen, die ihr Leben genießen. Die Damen, die als Begleitpersonen mit angereist waren, krönten den Auftritt mit einer kleinen Überraschung. Bei der Schlusspose warfen sie Unterwäsche auf die Bühne, die die Pyramide des Männerballett vor Lachen fast ein wenig ins Wackeln brachte.

Die anderen vier Vereine teilten sich den vierten Platz, brachten allesamt die Freude darüber jedoch nicht weniger laut zum Ausdruck. Der Weischlitzer DCC ließ "Amadeus" auferstehen, der WKC engagierte extra "Helene Fischer und Andreas Gabalier" und der Karnevalsklub Bannewitz verpaarte Löwen mit Einhörnern im Dschungel. Frenetisch feierten auch die Hundsgrüner Faschingsfreunde ihren vierten Platz.

Als Ballett möchten die nach eigenen Aussagen bewegungsresistenten Herren nicht bezeichnet werden. Sie sagten ihre Teilnahme am Contest erst vor wenigen Tagen zu und traten als "Bierleader", sozusagen Cheerleader mit Bierbauch, auf.

Eröffnet wurde der Abend im Übrigen von der Trommelgruppe, die sich aus dem Fanprojekt Plauen- Vogtland gründeten und inzwischen bei privaten und öffentlichen Auftritten laute Töne anschlagen. Die Jury bestand aus jeweils einem Mitglied der teilnehmenden Vereine sowie einer unabhängigen Person. Diese war in diesem Jahr wieder Madlen Schulz, Studioleiterin des Vogtland Radios.

Heiratsantrag auf der Bühne

Der WKC selbst zeigte zwischen den offiziellen Startplätzen einige vereinseigene Darbietungen und sorgte kurz vor der Siegerehrung für eine besondere Überraschung. Torsten Schadzik, kniete mit einem Strauß Rosen auf der Bühne nieder. Der Dresdner zog der Liebe wegen erst 2017 nach Plauen. Er ist sozusagen WKC-Neumitglied und tanzte diese Saison zum ersten Mal im Männerballett mit.

Am Samstagabend hoffte er auf das Ja-Wort seiner Liebsten, Bettina Henniger. Die ließ ihn nicht lange zappeln und schaffte es, nahezu das ganze Publikum in Rührung zu versetzen. Nach der Siegerehrung war Party angesagt und da lässt sich beim WKC niemand zwei Mal bitten.