Kampf um 30er Zone erfolgreich

Zehn Jahre hat das Ringen der Großfriesener gedauert, an der Falkensteiner Landstraße die Ortsdurchfahrt in Höhe des Kindergartens und der an der Engstelle vor dem Abzweig Am Windberg wieder auf 30 Stundenkilometer zu begrenzen.

Von Marjon Thümmel

Großfriesen Seit dem 15. Dezember 2020 stehen die Schilder zwischen Konsumweg und Abzweig Windberg. Die einstige Beschilderung wurde im September 2010 trotz massiven Widerstand des Ortschaftsrates sowie der Großfriesener Anwohner aufgehoben. Die damalige Begründung der Plauener Stadtverwaltung war: " Soviel Verkehrszeichen wie nötig und nicht wie möglich". Seither blieben alle Neuanträge des Ortschaftsrates ohne Erfolg. Auch die Unterstützung regionale Politiker, sowie eine Unterschriftensammlung der Großfriesener Anwohner, konnte daran nichts ändern. Dabei hatten die Großfriesener selbst ihre 750-Jahrfeier 2017 noch einmal genutzt, um auf die Misere hinzuweisen.
Immer wieder vorgebrachte Argumente wie die Lage des Kindergartens in diesem Bereich sowie die Engstelle zwischen Schlössleweg und Abzweig Windberg, bewegt die Stadtverwaltung zu einigen Aktivitäten, die im Ort für Kopfschütteln sorgten. So wurde an der Engstelle zwischen den dortigen Wohnhäusern ein provisorischen Fußweg errichtet. Dieser brachte jedoch keine Lösung. Die zusätzliche Einschränkung behinderte die Straßenreinigung und vor allem den Winterdienst. Auch die Fußgänger lebten gefährlicher.
In der weiteren Folge wurde durch eine mit gelben Warnleuchten ausgestattete Warntafel mit dem Zeichen: "Achtung Kinder" aufgestellt. Diese konnte aber die gefahrenen Geschwindigkeiten nicht wesentlich verringern. Erst eine Initiative der Bundesregierung, die Ortsteile und Gemeinden mehr in die Verkehrsbeschilderung auch hinsichtlich der Fahrgeschwindigkeiten einzubeziehen, bewegte die Stadtverwaltung möglicherweise zum Einlenken, wie der Ortschef Wolf-Rüdiger Ruppin vermutet. Auch der neu errichtete Notausgang des Kindergartens, der unmittelbar an die Falkensteiner Landstraße grenzt, habe ihm zufolge sicher zur Entscheidung der Verwaltung beigetragen.
"Mit der jetzigen Regelung 30 km/h von Montag und Freitag zwischen 7 und 17 Uhr können die Großfriesener leben.
Wenn auch die genannte Engstelle an den Wochenenden und in den Nachtstunden all gegenwärtig bleibt. Eine frühere Einsicht durch die zuständigen Verwaltungen hätten in der Vergangenheit viel Frust und Ärger in Großfriesen verhindern können", betont Ortsvorsteher Ruppin.