Kampf den Schlaglöchern

Oelsnitz - Die Dr.-Friedrichs-Straße in Oelsnitz - die einstige B 92 - soll neu gestaltet und ausgebaut werden. Mit der geänderten Objektliste für die Stadtsanierung stimmte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einer überplanmäßigen Haushaltsausgabe für die Maßnahme in Höhe von 104 000 Euro in 2009 zu.

 

Als Deckungsmittel stehen durch Umverteilung im Stadtsanierunsgprogramm 60 000 Euro für die Umgestaltung des Heppeplatzes zur Verfügung, 20 000 Euro für den Steg über die Weiße Elster; auf 24 000 Euro reduziert sind die Baukosten für Vorder- und Hintergebäude des Rathauses.

Für die Dr.-Friedrichs-Straße sollen "sinnvolle und technologisch realisierbare Bauabschnitte" gebildet werden. Der erste Abschnitt von Karl-Liebknecht- bis Feldstraße soll in diesem Jahr für rund 189 000 Euro realisiert werden.

Die Ausschreibung wurde aber wieder aufgehoben, gab Stadtbaumeisterin Karin Schuberth Auskunft, um die Planung zu überarbeiten. Man wäre sonst mit den veranschlagten Baukosten nicht ausgekommen.

Den Sinn, die Dr.-Friedrichs-Straße zu bauen, bezweifelte Stadtrat Benno Seeger (CDU). Die Decke sei noch in Ordnung, in Oelsnitz gebe es viele schlechte Straßen. So sei die Karl-Liebknecht-Straße in keinem guten Zustand. Ulrich Lupart (DSU) nannte noch weitere: Görnitzer Weg, Gartenstraße, Windmühlenstraße seien "saumäßig".

Es sei eine Frage der Förderung, antwortete OB Eva-Maria Möbius. Für die Dr.-Friedrichs-Straße gibt es Fördermittel aus dem Stadtsanierungsprogramm, das noch bis 2011 läuft. "Zwei Drittel der Baukosten bekommen wir geschenkt", gab die OB zu bedenken. Für die anderen Straßen brauche man ein neues Deckenprogramm. Nur so könne man sich die Sanierung leisten.

Für das Flicken von Schlaglöchern nach dem Winter werde zur Zeit eine Liste aufgestellt, welche mit den Stadtwerken abegearbeitet wird.  R.W.