JugendKunstTriennale: Fünf vogtländische Preisträger

Plauen - Wenn am 10. November im Vogtlandkonservatorium "Clara Wieck" die Ausstellung mit den Preisträgerarbeiten der diesjährigen JugendKunstTriennale stattfindet, dann wird auch Stefanie Pojar anwesend sein. Sie ist eine der Preisträgerinnen.

 

Zum Wettbewerb des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes wurden insgesamt 268 Arbeiten eingereicht. Eine Fachjury wählte die besten für die Ausstellung aus und ermittelte die Preisträger. Es wurden in den Altersgruppen 14 bis 18 Jahre und 19 bis 25 Jahre jeweils zwei Preise in Höhe von 500 Euro sowie insgesamt 20 Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 200 Euro vergeben. Fünf der Preisträger kommen aus dem Vogtland: Helene Meier, Erik Schubert, Arne Winter, Mario Schmidt und Stefanie Pojar.

Die heute 25-jährige Plauenerin wuchs im Chrieschwitzer Hang auf; nach dem Besuch der 17. POS, später Hufeland-Schule lernte sie den Beruf einer Produktgestalterin Textil im Fachbereich Stickerei. Mit dem Malen beschäftigt sich Stefanie seit ihrem 18. Lebensjahr. Im Malzirkel und in einem Praktikum bei Hermann Geyer eignet sie sich wichtige handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeiten an. Später besucht sie in Plauen die Fachoberschule für Gestaltung. Im Jahre 2005 gründet Stefanie Pojar eine Aktzeichengruppe und übernimmt die freiberufliche Leitung einer Kreativgruppe im Plauener Gefängnis.

 

Der Versuch, sich als Restauratorin ausbilden zu lassen, erweist sich als Sackgasse. Über eine Ich-AG wagt sie den Schritt in die Selbstständigkeit als freischaffende Künstlerin. Stefanie Pojar: "Seit 2002 beschäftige ich mich ununterbrochen mit der Kunst. Den Einstieg fand ich durch den Malzirkel von Susanne Söllner-Burr und meiner Bewerbung für die JugendKunstBiennale. Um den Weg der Kunst weiter zu gehen, besuchte ich einen Holzrissworkshop bei S. O. Hüttengrund und Kurse bei Klaus Helbig und Hermann Geyer von der Initiative Kunstschule in Plauen." Vielfältige Ausstellungsbeteiligungen bezeugen den Willen der jungen Künstlerin, sich mit ihren Arbeiten dem Urteil der Mitmenschen zu stellen. So waren ihre Bilder in "Auerbachs Keller" oder auch bei Fahrrad Schmidt in Plauen zu sehen, hatte sie eine Personalausstellung in der Galerie Forum K in Plauen oder nahm an der Werkschau des Kunstvereins Plauen/Vogtland teil.

Besonders habe sie sich dem Porträt verschrieben, erzählt sie. So porträtierte sie einige ihrer Freunde. Es entstanden dabei ernsthafte Arbeiten, die zeigen, wie es Stefanie Pojar gelungen ist, Wesentliches und Typisches der verschiedenen Persönlichkeiten zu erfassen und darzustellen.  M.B.