Jugendaustausch im Pfaffengut Plauen

Ohne Pitka und Raika wurde am Donnerstag Abend kein Eintritt in die Scheune des Pfaffengutes gewährt.  "Coustom of you" hieß es bei den Mädchen und Jungen des Multilateralen Jugendaustausches.

 

Ungarn und Bulgarien stellten sich vor und gestalteten einen Abend für alle anderen Teilnehmer des Projekts, die Betreuer und die Mitarbeiter des Pfaffenguts.

  Begrüßung nach Landessitte   Außerdem gab es noch eine Gruppe Deutscher im ähnlichen Alter. Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft verbringen gerade eine Woche im Vogtland. Zusammen mit ihrem Professor Uwe Jäschke, dem Kartograph des Vogtlandatlas, sind sie auf besonderer Mission im Pfaffengut unterwegs. Sie zeichnen alle Verbindungen zu anderen Umweltzentren auf und absolvieren so einen praktischen Teil ihres Studienganges. Die Studenten waren neugierig auf den ungarisch-bulgarischen Abend und nahmen die Einladung der Jugendlichen gern an.

 

Eine kleine Schlange bildete sich am Scheuneneingang, denn Anita, Stoianka und Elina verteilten neben einem typisch bulgarischen Getränk Pitka, ein Brot aus Weißmehl, von dem ein Stück abgerissen und in Honig oder Salz und Kräuter getunkt gegessen wird. Dies sei die typische Begrüßung in Bulgarien erklärt die 19jährige Anita.

 

Eine Gruppe Roma aus Ungarn sang ein Lied und zeigte traditionelle Tänze, während die Gäste schon den leckeren selbstgekochten Kesselgulasch serviert bekamen. Vorurteile gilt es abzubauen, andere Kulturen kennenzulernen und Bräuche zu ergründen. Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt sollen gestärkt werden, was in dieser Woche sichtbar gelungen ist.

  Nachahmer finden sich sofort   Gebastelte Rosen aus Krepp-Papier verteilten die hübschen Bulgarinnen, bevor auch sie einen Tanz in Trachten zeigten. Außerdem waren sie diejenigen, die auch Jugendliche anderer Nationen zu einem Tanz um den Feuerkorb in der Mitte animierten.

Moussaka aus Fleisch, Gemüse, Kartoffeln sowie einer Ei-Joghurt-Decke war die warme Speise, die dann serviert wurde. Außerdem standen auf allen Tischen Käsewürfel und Teller mit Salami, dazu Wein.

Auch Süßschnäbel kamen nicht zu kurz. Mit Palatschinken und Almaspite, ungarischem Apfelkuchen, war für einen schmackhaften Abschluss gesorgt. Mit grün, rot und weiß spiegelten sich die Farben der beiden Flaggen wider und sorgten für ein besonderes Flair zwischen Holzbalken und Stroh.

Kurzerhand überlegten sich Italiener und Griechen, ihren Abend in Kürze auch gemeinsam zu gestalten, denn sie erkannten, dass das Mittelmeerfeeling wohl auch sehr gut von beiden transportiert werden könnte. S. Rössel