Jugend wählt Europa

Die Wahl vor der Wahl: Das ist in ganz Deutschland die Juniorwahl. An der Plauener Hufeland-Oberschule haben Bastien Tarnawski und Lara Sophie Harzer die Wahlkabinen und eine Wahlurne aufgestellt. "110 Schüler aus den neunten und zehnten Klassen sind wahlberechtigt, wir hoffen auf eine hohe Beteiligung", sagen die beiden Neuntklässler, die am Montag Wahlhelfer waren. Fiktiv dürfen eine Woche vor der echten Wahl am 26. Mai in ganz Deutschland Jugendliche unter 18 das EU-Parlament wählen - ins Wahlergebnis zählen die jungen Stimmen allerdings nicht. Dennoch sind sie ein Indikator dafür, wie die Jugend tickt. "Ich denke, dass viele unserer Mitschüler Umweltparteien wählen - schon wegen der Friday-for-Future-Bewegung", schätzt Lara Sophie. Bastien tippt, dass die CDU gut gevotet wird. "Und leider wohl auch AfD, Dritter Weg und solche rechtsextremen Parteien", orakelt Bastien. Schon Wochen vor der Juniorwahl wurden die Oberschüler in Gemeinschaftskunde/Recht bei Lehrerin Doris Lehrl fit fürs Wahlprocedere und Deutschlands Parteienlandschaft gemacht. Teilgenommen habe man schon an einer Bundestagswahl,  auch die Landtagswahl im September steht auf dem Plan der Hufeland-OS. Vogtlandweit machen vier Schulen die Juniorwahl.                                                    cze