Jüngster Verein macht größte Sprünge

"Sternquell hilft" dem Ersten Parkourverein Vogtland mit 800 Euro bei der Anschaffung eines neuen Airtrack-Feldes.

Plauen "Sternquell hilft" auch den kleinen Vereinen. Der Erste Parkourverein Vogtland hilft der Zuschuss von 800 Euro sogar ein Stück weit auf die Beine. Denn die neu in Plauen gegründete Sportgemeinschaft hat es natürlich erst mal schwer, sich unter den 353 vogtländischen Sportvereinen zu behaupten.
Die Sportgruppe an sich gibt es schon seit zehn Jahren. Aber erst seit einem Jahr haben die Mädchen und Jungs vom Post SV Plauen einen eigenständigen Verein gegründet, der mittlerweile bereits auf 50 Mitglieder angewachsen ist. Präsident Sören Strehlow schildert sein Problem: "Unser Training bezieht sich nicht nur auf den Parkoursport im Allgemeinen, sondern auch auf andere akrobatische Übungen wie zum Beispiel Salti. Ein neu entstandener Verein verfügt aber leider nur über geringe finanzielle Mittel", erzählt der Vorsitzende. Weil man den Kindern und Jugendlichen jedoch ein möglichst hochwertig-ambitioniertes Training anbieten möchte, muss ein sogenanntes Airtrack-Feld angeschafft werden. Den Sprungboden benutzen die Parkoursportler als eine Art Trampolin, um das bessere Abspringen beziehungsweise Landen zu trainieren. Auf einer großen, ebenen Fläche von mehreren Metern können dann auch mehrere Sportler gleichzeitig trainieren.Die noch weitgehend unbekannte Sportart "Le Parkour" entstand Mitte der 1980er Jahre und kam 2005 nach Deutschland. Sören Strehlow war sofort begeistert. "Von Dach zu Dach oder über Mauern und Geländer springen? Das war genau mein Ding und ich habe gelernt, dabei sogar noch den ein oder anderen Salto zu drehen", blickt der heutige Vereins-Chef auf seine Jugendzeit zurück.
Der Sinn dieser Sportart liegt darin, von einem selbst gewählten Punkt A über den möglichst kürzesten, schnellsten oder effizientesten Weg zu Punkt B zu gelangen. Ihre Sportart beschreiben die Klettersprungakrobaten so: "Wenn mir auf meinem Weg ein Hindernis in die Quere kommt, dann gehe ich nicht erst außen herum, sondern direkt darüber." Kraft, Geschicklichkeit, Ausdauer, Mut, ein gesundes Maß an Risikobereitschaft sowie vor allem Disziplin und Respekt gehören zu jeder Trainingseinheit. Wer sich beim Parkoursport überschätzt, der fällt auf die Nase. Sternquell-Produktmanager Thomas Münzer hatte sich "sehr gefreut über die Bewerbung dieses jungen Vereins, den wir heute sozusagen zum ersten Geburtstag besuchen und ihm eine Anschubfinanzierung schenken", betonte der Brauerei-Vertreter. Je nach Größe einer solchen Sprungbodenmatte kann man als Verein problemlos 5.000 Euro für solch ein Trainingsgerät loswerden. Präsident Strehlow nutzte beim gemeinsamen Fototermin die Möglichkeit: "Wir möchten der Sternquell-Brauerei unsere Anerkennung aussprechen, weil sie sich so für unsere Region einsetzt und schon seit geraumer Zeit solch große Unterstützung anbietet." Münzer lobt besonders "das Engagement des Vereins im Kinder- und Jugendbereich. Diese Sportart hat nach meinem Empfinden genauso viel Zukunft wie dieser neue Plauener Verein. Sternquell hilft hier gerne als Partner", betont der Produktmanager. Übrigens dürfen sich Interessierte bei Sören Strehlow (E-Mail parkourplauen@googlemail.com / Telefon 0175-9872742) melden und ein Schnuppertraining vereinbaren. Die Sternquell-Brauerei unterstützt gemeinnützige Vereine und Organisationen auch weiterhin. Rund 200 Vorschläge liegen in der Brauerei bereits vor. Über 40 Projekte konnten bereits gefördert werden. Bewerbungen für die Aktion "Sternquell hilft" sind möglich unter
www.sternquell.de