Joshua aus Limbach gibt weiter Gas in Spanien

Jetzt steht es endgültig fest: Der 13-jährige Motorrad-Pilot Joshua Bauer aus Limbach wird in der kommenden Saison erneut in der Spanischen Meisterschaft an den Start gehen.

Limbach - Als Weihnachtsgeschenk will Patrick Bauer die "Vertragsverlängerung" von Sohn Joshua (ADAC Leistungszentrum Motorsport) beim renommierten spanischen Monlau- Team nicht verstanden wissen. "Das ist das Ergebnis harter Arbeit", so Patrick Bauer - auf der Rennstrecke und am Verhandlungstisch.

Um so mehr sind die Bauers froh, dass es klappt. Der 13-jährige Joshua wird auch in der kommenden Saison in der Spanischen Meisterschaft an den Start gehen - erneut in der Klasse PreMoto3. In seinem ersten Jahr belegte der Limbacher im Gesamtklassement Rang zwölf. 2017 wird ein "Platz unter den Top 5" angepeilt - das ist nicht nur der Anspruch des Teams, sondern auch des Fahrers.

"Keine Frage, das wird eine entscheidende Phase werden", weiß Vater Patrick. Seit vielen Jahren fährt Joshua erstmals zwei komplette Saisons in einer Rennserie. "Das hat es das letzte Mal zu Pocket-Bike-Zeiten gegeben", so Patrick Bauer und hofft genau wie Joshua (nicht nur im Stillen) auf den einen oder anderen Platz auf dem Siegerpodium.

2017 will "Josh" zu den Spitzenpiloten der PreMoto3 zählen. "Konzentriert, schnell und konstant fahren" - und die Technik muss dafür mitspielen. In dieser Hinsicht war Joshua im abgelaufenen Jahr mitunter nicht immer vom Glück verfolgt.

"Dass Joshua schnell ist, hat er schon oft genug bewiesen", ist Patrick Bauer in dieser Hinsicht optimistisch. In Spanien hat "Josh" den Umstieg vom Zwei- auf die Viertakt-Rennmaschine gemeistert, die es auf über 200 Stundenkilometer bringen kann. Ende Januar macht sich Joshua das nächste Mal auf nach España - zum Team-Meeting nach Barcelona.

Sieben Veranstaltungen mit insgesamt neun Rennen auf der Iberischen Halbinsel stehen heuer insgesamt auf den Plan.

Gearbeitet wird derzeit zudem an einem weiteren Projekt - an Joshuas Teilnahme am ADAC Northern Europe Cup (NEC). Die Rennen finden auf Grand Prix-Stecken in Europa statt - auch auf dem Sachsenring. "Die Fahrer kommen unter anderem aus Deutschland, Holland und Schweden", weiß Patrick Bauer.

An sechs Terminen könnte Josh zeitlich mit von der Partie sein und dann auf einer 45 PS starken Honda unterwegs sein. Der NEC wurde vor einem Jahr ins Leben gerufen, um viel versprechenden Talenten den Weg zu einer internationalen Karriere zu ebnen. Eine endgültige Entscheidung über Joshuas Teilnahme steht noch nicht fest.

Das ist auch eine Frage des Budgets, denn bereits für die Saison in Spanien muss ein "mittlerer fünfstelliger Betrag" aufgewendet werden. In dieser Woche begann für den Achtklässler des Reichenbacher Goethe- Gymnasiums wieder der Schulalltag. Trainiert wird trotzdem, was allerdings gar nicht so einfach ist. Die hiesigen Trainingsstrecken (zum Beispiel der Oberlandring in Bernsgrün) haben in der kalten Jahreszeit geschlossen.

Jeden Samstag ist deshalb Moto Cross angesagt. Zudem würde Joshua gerne in "Indoor-Hallen" unterwegs sein. Problem: Die nächstgelegenen befinden sich im Harz oder in Bayern in der Nähe von Dingolfing.