Josef Wetzl zeigt "Erotika ab 18"

Reichenbach - "Malerei erleben ist Kunst der Gefühle ... das erschüttert die Welt ..." hat der Maler und Grafiker Josef Wetzl aus Mylau seine Ausstellung überschrieben, die jetzt im Reichenbacher Neuberinmuseum eröffnet wurde und bis 7. November dauert.

 

25 Werke unter dem Motto "Erotika ab 18" werden gezeigt. Die meisten davon sind das erste Mal bei einer Ausstellung zu sehen.

Josef Wetzl, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, ist Autodidakt. Umso erstaunlicher, dass Klaus Hirsch, Mitglied des Landesrates des Sächsischen Künstlerbundes, von Wetzl als "einem der wichtigsten sächsischen Maler" spricht. Er bezeichnet Wetzls Werke als "Fest für das Auge" und bescheinigt ihm eine "große geistig-künstlerische Arbeit". Die Bilder des Mylauer Künstlers seien nicht im Vorbeigehen zu erfassen, sagt Klaus Hirsch. Erst bei längerem Betrachten könne man die vielen Details und den unermesslichen Formenschatz entdecken. "Josef Wetzl?s Werke sind an Qualität und Quantität kaum zu übertreffen."

Auch Museumsleiterin Marion Schulz lobt Wetzls Bilder in hohem Maße und meint sogar, "das Neuberinmuseum erwache mit dieser Ausstellung aus einer Art Wartezustand". Trotzdem befürchtet sie, man könne nicht von allen Besuchern Toleranz erwarten. Schließlich sind es vor allem nackte Wahrheiten und erotische Fantasien, die Wetzl darstellt. Während einer sehr erfolgreichen Ausstellung vor kurzem in der Neuen Sächsischen Galerie in Chemnitz hat Josef Wetzl mit der Darstellung der nackten Oberbürgermeisterin für viel Pro und Contra gesorgt. Nach Klaus Hirschs Ansicht erinnern die Bilder den Betrachter nicht unbedingt an einen älteren Künstler.

Wetzl selbst ist der Ansicht, dass die Besucher beim Betrachten der Bilder verschiedene Gefühle und Regungen verspüren werden. "Jeder wird für sich etwas finden und das Dargestellte für sich interpretieren", hofft er. Das Neuberinmuseum hat Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr; Sonntag von 13 bis 16 Uhr geöffnet.  ina