Jößnitz bekommt neue Brücke

Plauen - Das Provisorium an der Eisenbahnbrücke in Jößnitz könnte bald ein Ende haben. Die Stadtverwaltung Plauen plant das Viadukt zusammen mit der Deutschen Bahn abzureisen und einen Neubau zu errichten. Dies ist für eine durchgehende Elektrifizierung der Bahnstrecke Reichenbach/Hof nötig. Bisher wird der Verkehr Tag und Nacht auf der einspurigen Fahrbahn mit einer Ampel auf beiden Seiten geregelt.

Die neue Brücke soll deutlich breiter und höher werden und mit einem Fuß- und Radweg ausgestattet sein. Die parallel verlaufende Fußgängerbrücke soll in diesem Zuge ebenfalls abgerissen werden. Beginnen werden die Arbeiten voraussichtlich nicht vor 2012.

In der Stadt laufen die Planungen für das Vorhaben bereits. Anfang der Woche wurde das Projekt auch den Mitgliedern des Bauausschusses vorgestellt. Die Baukosten werden auf etwa eine Million Euro geschätzt. Der Stadt Plauen würde aus heutiger Sicht eine Förderung von bis zu 75 Prozent ins Haus stehen.  Ein Neubau wird nötig, da beide Überführungen zu niedrig sind. Die erforderliche Höhe zu den Bahnschienen für eine Elektrifizierung der Sachsen-Franken-Magistrale muss 5,75 Meter betragen. Nur so können die Oberleitungen angebracht werden.

Die Jößnitzer Brücke ist im Stadtgebiet nicht die einzige, die der Elektrifizierung im Weg steht. Ersatzlos abgerissen wird bis spätestens 2013 die Essigsteig-Brücke im Stadtwald. Sie ist ebenfalls zu niedrig. Ein teurer Neubau kommt nicht in Frage, da die umliegenden Grundstücke auch über bereits bestehende Wege zu erreichen sind. Diese müssten jedoch noch teilweise ausgebaut werden. Die Deutsche Bahn würde die Kosten übernehmen, hieß es im Bauausschuss. Den Brückenneubau für fast eine halbe Million Euro müsste die Stadt selbst tragen. Die Ausschussmitglieder stimmten für den Abriss des Viaduktes.

Alternativ gibt es Überführungen in diesem Bereich noch an der Straßenbahnhaltestelle Essigsteig und an der Seumestraße. Betroffen ist von der Elektrifizierung auch eine Brücke auf der Pausaer Straße. Hier erfolgt ebenfalls der Abriss und anschließende Neubau. Los gehen soll es 2012. mar