Jocketa: Steffen Fischers Geschichte

Steffen Fischer, Jahrgang 1963, hätte nie gedacht, dass er einmal mit seinem ehemaligen Schuldirektor Herbert Steinmüller, die Ortschronik von Jocketa gestaltet. Vom ersten Schultag an ging er in die Erich-Weinert-Oberschule Jocketa. "Es war eine schöne Schulzeit, aber eben ein notwendiges Übel", erinnert er sich. Er selbst bezeichnet sich als ruhigen Schüler, der zudem nie an einer Klassenfahrt teilnahm. "Das war nichts für mich."

Für ihn gab es immer den zwei Kilometer langen Weg von Alt-Jocketa durch den Wald in die Schule und zurück. "Wir, mein Bruder und ich, waren dann immer im Wald." An das Hallenbad in der Schule kann sich der Jocketaer gut erinnern. Hier lernte er schwimmen - wie seine Schulkameraden. Doch für den kleinen Steffen war das Wasser kein Vergnügen. "Ich konnte gerade mal drei oder vier Schwimmzüge, da stieß mich Sportlehrer Lothar Weber in Wasser. Das war schrecklich."

Heute ist er ganz anders. Fischer ist Elferratsmitglied im Jocketaer Carneval Club (JCC). Seit vielen Jahren aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Jocketa und im Verein "Bühne Pöhl". Auch als Gemeinderatsmitglied hat er das Wohl der Pöhler Bürger im Auge. Er ist einer der aktivsten Räte und hat schon so manchen Beschluss mit umsetzen können.

An seine Schulzeit erinnert er sich gern. Die Jocketaer Schule sei immer eine von denen gewesen, in der die Kinder, aber auch die Lehrer zusammen halten.

Wie alle Pöhler bedauert auch Fischer die Schließung der Mittelschule. Seine Tochter Anika hatte Glück, sie besuchte die Schule noch von der 1. bis zur 10. Klasse. Die jüngere Franziska musste nach der Grundschule wechseln. "Es ist gut, dass wir die Grundschule so umfangreich saniert haben", erzählt Gemeinderat Fischer weiter und sieht in der Sanierung eine Grundlage für den Fortbestand der Einrichtung.

Für die 50-Jahr-Feier erhofft sich Steffen Fischer einige schöne Tage und dass alles so abläuft, wie es sich Hauptorganisatorin Ingrid Müller geträumt hat.