Jeder Euro "rechnet" sich zehnfach

Die von der Stadt getragenen Erschließungskosten für das Gewerbegebiet Oberlosa Teil 2 haben sich "gerechnet". 14 Millionen Euro der Kommune, stand das Zehnfache an Investitionen der dort siedelnden Unternehmen gegenüber. Darüber informierte Wirtschaftsförderer Eckard Sorger am Montag die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses.

Von Torsten Piontkowski

Plauen Kurz und prägnant die Powerpoint-Präsentation des Wirtschaftsförderers, nichtsdestotrotz "gespickt" mit Zahlen und Fakten. Zunächst unternahm Sorger einen Rückblick, um die Erfolgsgeschichte Gewerbegebiet Oberlosa zu dokumentieren. Das Gesamtinvestitionsvolumen der auf der Fläche von Teil 2 siedelnden Unternehmen betrug 140 Millionen Euro - das Zehnfache dessen, was die Kommune für Erschließungkosten finanzierte. Als "Pionier" des Gewerbegebietes fungierte damals Boysen, dem weitere potente Unternehmen folgten wie beispielsweise EControl, VCM oder die Rubinmühle. Entstanden sind 740 Jobs. Sorger machte darauf aufmerksam, dass der Stadt daraus Einnahmen aus der Grundsteuer - zeitversetzt der Gewerbesteuer -, der Einkommenssteuer und anteilig der Umsatzsteuer zufließen. Und auch ein Zuwachs an Bevölkerung sei ja nicht ausgeschlossen, was wiederum finanziellen Einfluss auf erhöhte Schlüsselzuweisungen für die Stadt habe, so Sorger. Für den neuen Teilabschnitt erfolge ab 2020 die Erschließung. Sie schlage mit rund 11,5 Millionen Euro zu buche, werde aber zum großen Teil durch Fördermittel unterlegt. Hinsichtlich des Teils 2b werde man "intensiv" in die Planungen einsteigen. Für die Vorbereitung des Gewerbegebietes Kauschwitz mit einer Gesamtfläche von 35 Hektar, so der Wirtschaftsförderer, seien 50.000 Euro veranschlagt. Auf Nachfrage von SPD-Stadtrat Bernd Stubenrauch informierte Kämmerin Ute Göbel, dass sich Zuwächse für die Kommune aus der Gewerbesteuer zwar errechnen ließen, dies aber dem Datenschutz unterliege, da sich aus diesen Fakten Schlüsse auf die Größe der einzelnen Unternehmen ableiten ließen. Ähnlich verhalte es sivh bei der Grundsteuer, wenn auch nicht in diesem Maße. Zuvor hatte die Kämmerin in ihrer Teilvorstellung des Haushaltsplan-Entwurfes 2020 - jener Passagen der für den Ausschuss relevantesten Aspekte - darauf verwiesen, dass die Erschließung von Oberlosa Teil 1, mit vier Millionen Euro die wertintensivste Investition darstelle. Generell seien in den nächsten Jahren Investitionsmaßnahmen im Gesamtwert von 115 Millionen Euro geplant - darunter 96 Millionen für Baumaßnahmen, die wiederum von Bund und Land gefördert werden.