"Ja" zu neuer Oberschule in Klingenthal

Lehrermangel ist nicht zu befürchten, wenn in Klingenthal noch heuer die neue Oberschule startet.

Plauen - Breite Zustimmung gab es am Donnerstag unter den Kreisräten für die neue Oberschule in Klingenthal. Ab dem Schuljahr 2018/19 startet sie und ist nun auch mit großer Mehrheit (65 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung) durch die Kreisräte im Schulnetzplan des Vogtlandkreises verankert.

Allerdings gilt, dass die Mindestschülerzahl von 40 tatsächlich auch am Start ist, wie Volker Neef betonte. Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer fand, eine Oberschule für die große Stadt Klingenthal sei längst überfällig und zitierte "kurze Wege für kurze Beine". Das sorgte bei den Linken für erbostes Murren, stammt der Slogan doch ursprünglich aus ihren Reihen.

Er kämpfe seit über drei Jahren für die Schule, so Klingenthals Bürgermeister Thomas Hennig und erinnerte an teils unhaltbare Zustände. Der Zeitplan mancher Fünftklässler sah so aus - 6.15 Uhr in den Zug steigen und 16.20 oder 16.40 Uhr wieder aussteigen. Andere Schulen werden nicht gefährdet, versicherte Hennig.

Auch in Sachen Lehrermangel konnte er Entwarnung geben. Schon jetzt habe er Bewerbungen von Lehrern weitergereicht ans Oberschulamt. Und auch Landrat Keil versicherte, wenn der Freistaat die neue Oberschule genehmige, müsse er auch für Lehrer sorgen. "Sonst müsst noch unser Thomas Hennig selbst unterrichten", fügte Keil scherzend an.

Mit fünf Oberschulen bleibt auch Plauen weiterhin am Start. Der Vogtlandkreis sieht den Bedarf als gegeben. Damit sei der Weg frei für Plauen, sich auf vier Oberschulen zu konzentrieren oder weiter fünf schulen zu betreiben, so Volker Neef.

Kulturbürgermeister Steffen Zenner versicherte, Plauen brauche seine fünf Schulen. Schon jetzt sind die Schülerzahlen deutlich höher, als in den Unterlagen ausgewiesen. Plauen habe zudem einen hohen Ausländer- Anteil geschultert. Der Bedarf werde weiter wachsen. Marlies Dähn