Investor an Plamag interessiert

Rund zwei Monate nach der Insolvenz des Druckmaschinenherstellers Manroland ist auch für den Standort Plauen Rettung in Sicht: "Plauen wird bald einen neuen Eigentümer haben", sagte am Donnerstag Insolvenzverwalter Werner Schneider in Augsburg. Der Zwickauer IG-Metall-Bevollmächtigte Stefan Kademann äußerte sich ebenfalls zuversichtlich, nachdem er ein Vier-Augen-Gespräch mit Schneider geführt hatte. "Es ist ein interessanter Investor vorhanden", sagte der Gewerkschafter. Diesem wolle Schneider am kommenden Montag das Plauener Werk zeigen. Das verkleinerten Unternehmen "starte in der richtigen Größe, wie's der Markt verlangt".

Die Belegschaft der Plamag wurde halbiert. Aber Schneider verbreitete Optimismus: "Ich gehe davon aus, dass in Plauen nur sehr kurzfristig Stellenabbau sein wird." Er rechne fest damit, dass schon bald wieder Mitarbeiter eingestellt werden könnten. Plauen sei nicht nur als Zulieferer für Augsburg wichtig, sondern werde zu einer verlängerten Werkbank für diverse Unternehmen auch aus anderen Branchen werden.

Für die beiden anderen Manroland-Standorte stehen die neuen Eigentümer schon fest. "Dadurch kann sich der Insolvenzverwalter jetzt voll auf Plauen konzentrieren", sagte Gewerkschafter Kademann. "Auch in Plauen möchte ich das nicht ewig machen, sondern möglichst schnell einen Hauptinvestor finden", sagte Schneider und fügte hinzu. "Da ist was in Sicht." Als weitere Option für den Standort im Vogtland gilt zudem immer noch eine Beteiligung der Possehl-Gruppe an der Plamag. An der hält Schneider vorläufig 80 Prozent, zu 20 Prozent sind drei frühere Plamag-Manager beteiligt.