Investition lässt Leute in Zobes aufatmen

Die Zobeser können aufatmen! Die von der Entsorgungs- und Aufbereitungs GmbH (Biogasanlage) im Zobeser/Mechelgrüner Schachtgebiet ausgehende Geruchsimmission soll um 97 bis 99 Prozent gesenkt werden. Dazu will die Firma ein Gärproduktlager mit zwei Behältern errichten.

 

Die Abdeckung soll einen Austritt von Gerüchen und Biogas verhindern. Mit der Investition kann der offene Gülleteich stillgelegt werden. Dem Neubau und dem Betrieb eines Gärproduktlagers stimmten die Neuensalzer Gemeinderäte am Montag im Bürgerhaus Zobes einstimmig zu. Nun steht für das Vorhaben noch das Okay des Vogtlandkreises aus. Der Geschäftsführer der Biogasanlage, Gunter Buschner: "Wir hoffen, dass die Baugenehmigung im Mai erteilt wird. Dann wollen wir sofort loslegen und das Vorhaben in diesem Jahr über die Bühne bringen." Buschner bezifferte die Investition auf 1,9 Millionen Euro.

 

Zur Deckung wird zehnprozentige Förderung erwartet. Die Biogasanlage wurde für die Vergärung von 62 000 Tonnen organischer Abfälle pro Jahr genehmigt. Gegenwärtig werden laut Buschner jährlich etwa 26 000 Tonnen Bioabfälle angenommen.

Das Landratsamt fordert das Gärproduktlager. Buschner erläuterte: Die Ablaufschleuse ist vom Gülleteich zu zwei kleineren Sammelbecken, je 6000 Kubikmeter, zu verlängern. In dem Maschinenhaus dort trennt eine Zentrifuge die Feststoffe ab. Die Flüssigkeit läuft zum neuen Gärproduktlager. Den nicht mehr benötigten Güllteteich will die Firma als Regenwasserspeicher nutzen. Damit lassen sich die Kosten für jährlich 3500 Kubikmeter Wasser einsparen.

Laut Buschner beeinträchtigt Sedimentation nicht mehr die Leerung der Gärproduktbehälter weil es die Fest-Flüssig-Trennung gibt. Durch die Abdeckung der Behälter kann das durch Nachgärung entstehende Biogas abgefangen und energetisch genutzt werden. Besucher der Ratssitzung: "Wenn alles so kommt, sind wir voll und ganz zufrieden." -kar