Internationales Framo-Treffen von Kauschwitz

Das 6. Internationale Framo-Treffen von Kauschwitz, eine Veranstaltung für Oldtimer-Fans, hat wie in den Vorjahren regen Zulauf erfahren. Die Organisatoren um Initiator Jens Scheunert konnten zahlreiche Fahrer mit ihren fein restaurierten Fahrzeugen begrüßen, bestaunt vom interessierten Publikum.

Kauschwitz - Die große Freifläche vor dem Rittergut Kauschwitz stand voller Schätze, Autos aus vergangenen Zeiten, Pkw, Kleintransporter, Motorräder. F7, F8, Framos, noch ältere Oldtimer, alle geduldig und aufmerksam begutachtet von den Besuchern, die bedächtig um die Autos schritten und schauten und staunten.

Als Star des Treffens konnte sicher ein edel gepflegter Pkw aus der Hansestadt Bremen bezeichnet werden: Ein Borgward Isabella aus dem Jahr 1961. "Das ist ein sehr schönes Modell einer Serie, die wenig später nicht mehr gebaut wurde, weil die Firma geschlossen wurde", wusste Jens Scheunert, der Vater und Gründer des Framo-Treffens zu berichten. Jens Scheunert zeigte sich sehr erfreut über die Resonanz zum 6. Treffen.

"Es sind noch mal mehr Leute als im vergangenen Jahr mit ihren Autos angekommen. Es sind über 50. Einige haben auch eine Ausfahrt durch die Region gemacht", so der Kauschwitzer Fahrzeugexperte, der seit 1994 den Oldtimer Framo (und andere alte Autos) zum Geschäftsinhalt seiner inzwischen gut gedeihenden Firma "Der Framo Ausstatter" gemacht hat.

Die Faszination für alte Autos war bei den Besuchern wie bei den Akteuren und Experten für alte Fahrzeugtechnik und Karosseriebau deutlich spürbar. Viel wurde gefachsimpelt, unter Motorhauben geschaut, die Verarbeitung von Autoteilen, von Armaturen bestaunt, der Zustand von Lack und Aussehen gelobt.

"Diese alten Autos, die haben Seele", schwärmte auch Jürgen Röhn, ein Besucher aus Plauen. Der ältere Herr verriet, dass er einst selbst KfZ-Schlosser war und in der PGH Plauen 1964 Lehrling war. "Ich habe das auch gelernt, das Aufbauen von Fahrzeugen. Klasse, wie die Männer das hier meistern. Da gehört schon was dazu. Ich finde es sehr gut, dass diese alten Modelle gepflegt, diese Kunst hochgehalten wird", so der KfZ-Experte in Rente.

Während die Autoausstellung im Hof des Rittergutes besichtigt werden konnte, nutzten die Gäste und Fachleute auch Rundgänge in den Werkstätten von Framo Scheunert, sahen eine Ausstellung über alte Fahrzeuge und im Laufe das Tages gab es Filmvorführungen alter Dokumentarstreifen und eines jüngeren Films. "Wir zeigen einen Film über Textfahrten mit DDR-Lkw W 50 in Ägypten, einen VOMAG Film und einen Streifen über die Feierlichkeiten 750 Jahre Kauschwitz", sagte der Veranstalter.

Scheunert, der Framo-Jens: "Das Treffen ist eine feine Sache, das müssen wir einfach auch im nächsten Jahr weiter führen. Dann gibt es wieder einen großen Austausch, Kontaktpflege, die Leute freuen sich und die Tradition wird fortgesetzt."