Instrumentenmuseum ist ungewöhnliches Klassenzimmer

Das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen dient Schulen im Musikwinkel als ungewöhnliches Klassenzimmer: Erstmals nutzen es Gymnasiasten der Stadt, um Zeichnungen für den Kunstunterricht anzufertigen, sagte Museumsdirektorin Heidrun Eichler.

Caroline Prüßner (r) aus der zwölften Klasse erklärt eine historische Drehleier, die seit dem Mittelalter als Musikinstrument bekannt ist. Darüber hinaus ist das spätbarocke Gebäude mit den 3500 Musikinstrumenten unterschiedlicher Epochen auch für den Russisch- Unterricht der Schule gefragt.

Zwei Schülerinnen aus der 12. Klasse führen mit einem Vortrag durch die Ausstellung. Danach müssen die Klassenkameraden Fragen auf Russisch beantworten. Auch Grundschüler, Förderschüler und Studenten kommen regelmäßig vorbei, um auf unterschiedliche Weise Einzelheiten über die Entwicklung des Instrumentenbaus zu lernen.

In den nächsten Jahren will das Museum die eigene Sammlung außereuropäischer Musikinstrumente mit 300 Exponaten besser erschließen. "Dazu brauchen wir Geld und Forscher", sagte Leiterin Eichler. Zurzeit liefenen Gespräche für einen Stellvertreterposten für die Museumsdirektorin, der sie langfristig ablösen soll. va