Insolvenzverfahren zu Spitzen-Firma Wetzel eröffnet

Das Amtsgericht Chemnitz hat am 30. September das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Dietrich Wetzel KG eröffnet. Es wird in Eigenverwaltung stattfinden, das heißt unter dieser Art "Rettungsschirm" soll der Geschäftsbetrieb der beiden Gesellschaften uneingeschränkt fortgeführt werden.

Die Geschäftsführer Dietrich und Marco Wetzel bleiben in Absprache mit dem Sachverwalter handlungsfähig. Zu diesem wurde der Chemnitzer Rechtsanwalt Rüdiger Weiß ernannt, der schon seit August die Spitzenfirma aus einer schwierigen Situation begleitet. Laut Sachverwalter waren dem Traditionsbetrieb Aufträge über 350.000 Euro weggefallen, unter anderem infolge der über Russland verhängten Sanktionen. Auch aus Japan wurden Aufträge storniert.

Bereits im Juli wurde der Insolvenzantrag für die Dietrich Wetzel KG gestellt, im August folgte der nächste für die Wetzel Produktions-GmbH wie Oliver Schröder, zuständiger Sachbearbeiter bei der Rechtsanwaltskanzlei "Wallner und Weiß". Marco Wetzel betrachtet die Sanierung in Eigenverantwortung als Chance und vorsorgliche Maßnahme, um das Unternehmen aus der Schieflage zu führen. Insolvenzgläubiger sind aufgefordert, ihre Forderungen schriftlich bis zum 23. November anzumelden. Am 21. Dezember werde die Gläubigerversammlung einberufen. va