Indoor-Spielplatz öffnet erst im Sommer

Der geplante Indoor-Spielplatz in einer alten Kaufhalle in Plauen kann noch nicht öffnen. Die Bauarbeiten verzögern die Fertigstellung um zwei Monate.

 

Plauen - Von einem Indoor-Spielplatz ist in der ehemaligen Kaufhalle im Plauener Mammengebiet noch nichts zu sehen. Eigentlich sollte das Spielparadies in diesen Tagen bereits eingeweiht werden. Die Eröffnung wir nun voraussichtlich erst im Sommer sein. Das Projekt ist etwas in Bauverzug gekommen, sagt Initiatorin Silvia Schäfer dem auf Anfrage. "Es gab viele Probleme mit dem Umbau."

 

Das Ausmaß der Arbeiten in der großen Halle sei unterschätzt worden. In den letzten Wochen lief die Entkernung. "Die Anwohner können jetzt wieder aufatmen. Der Dreck ist weg." Insgesamt wurden rund 150 Tonnen Schutt aus dem Gebäude geschafft. Asbest-Teile waren nicht darunter, wie vereinzelte Anwohner dachten, so Silvia Schäfer.

 

Nun steht noch die Baugenehmigung aus. Diese soll in den nächsten Tagen erteilt werden, heißt es. "Ich bin sehr optimistisch, dass jetzt alles schneller voran geht." Die unvorhergesehenen Probleme beim Umbau lassen auch die Investitionskosten steigen. Rund eine Million Euro kostet das gesamte Vorhaben. Die Spielgeräte sind bereits gekauft und werden derzeit zwischengelagert. Ende Juni sollen sie dann in die Halle gestellt werden, hofft Schäfer. Geklärt sei inzwischen auch die Parkplatz-Problematik. Auf dem Platz vorm Gebäude werden Stellflächen geschaffen. Ein- und Ausfahrten sind schon angelegt. Auch die Fassade der alten Kaufhalle wird noch umgestaltet.

Der 1400 Quadratmeter große Indoor-Spielplatz wird aus mehreren Großgeräten bestehen. Dazu zählen unter anderem ein Kletterturm mit Rutsche, eine Softballkanone, ein Krabbelbereich für Kleinkinder und ein XXL-Trampolin. Ein Internet-Bereich sowie ein Bistro wird es ebenfalls geben. Unabhängig vom Wetter kann das Spielareal das gesamte Jahr genutzt werden. Das Interesse sei groß, meint Schäfer. Für die Ausrichtung von Kindergeburtstagen gebe es schon sehr viele Anfragen. Die Leute würden verständnisvoll reagieren, dass der Spielplatz erst im Juli öffnet. Der Eintrittspreis wird bei knapp sechs Euro liegen. Die Kinder müssen bei einem Besuch eine Aufsichtperson mitbringen. Angesprochen werden sollen vor allem Mädchen und Jungen im Alter zwischen vier und zwölf Jahren. Aber auch Ältere können sich austoben, wenn sie wollen, so die künftige Betreiberin.

Viele Behördengänge und Aufgaben stehen bis zur Inbetriebnahme noch an. Auch eine Webseite für den Indoor-Spielplatz, der den Namen "Happy Kids" tragen soll, ist in Arbeit. Für das Projekt ist die Indoor Spielplatz Plauen GmbH gegründet worden. Zwischen sechs und acht Mitarbeiter sollen beschäftigt werden. Noch ist Silvia Schäfer auf der Suche nach freundlichen Servicekräften, sagt sie.