In der Plauener Altstadt steigen die Preise

Zu den Sanierungsgebieten, in denen in den letzten Jahren mit Eigen- und Fördermitteln in Millionenhöhe die Wohn- und Lebensqualität erhöht wurde, gehört auch die Altstadt. Ein Auslaufmodell, zumindest was die Fördermittel des Landes betrifft. 2016 werden keine mehr überwiesen, ein Jahr später müssen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Was dem Laien beim Bummel durch die Altstadt nicht verborgen bleibt:

Hier lässt es sich inzwichen gut wohnen, simpel gesagt, das Image der Gegend ist gestiegen. Das wiederum lässt in der Marktwirtschaft die Preise steigen. Die für Mieten und Immobilien, aber auch die Bodenpreise. Das heißt, die Grundstückseigentümer sind per Gesetz verpflichtet, einen so genannten Ausgleichsbeitrag zu zahlen - eine von einer Gutachterkommission festgelegte Differenzsumme zwischen unsaniertem und saniertem Zustand. Die jeweilige Höhe richtet sich nach dem ermittelten Bodenwert, der im Falle der Altstadt wiederum in 16 Zonen unterteilt ist. Im günstigsten Falle also sind pro Quadratmeter ein Euro, im "schlimmsten Falle" 16 Euro pro Quadratmeter zu zahlen.

Dabei handelt es sich, darauf machte Baubürgermeister Manfred Eberwein die Mitglieder des Stadtbau- und Umweltausschusses am Montag aufmerksam, um Beträge, die sich ausschließlich auf den Grund und Boden beziehen. Ob der Eigentümer zwischenzeitlich in seine Immobilie investiert hat, spielt in diesem Fall keine Rolle.