Id al-Fitr im Refugee-Garten

Mit dem Zuckerfest - im arabischen Id al-Fitr - feiern Muslime das Ende des Ramadans. Zum Fastenbrechen werden Süßigkeiten verteilt und die Kinder beschenkt. Gefeiert wurde auch im Plauener Refugee-Garten.

Von Clemens Zierold Plauen - Ausgelassene und fröhliche Stimmung herrschte am Mittwoch im Plauener Refugee-Garten an der Haselbrunner Straße. Kein Wunder, schließlich durften die Muslime endlich wieder tagsüber schlemmen, was das Zeug hält. Mit dem Zuckerfest feierten sie am Mittwoch das Ende des Fastenmonats. Einen Monat lang durften sie tagsüber nichts essen. Gestern waren alle eingeladen, um gemeinsam das höchste Fest des islamischen Glaubens zu feiern.

Von Salaten, über Gegrilltes bis hin zu den verschiedensten Süßwaren war alles aufgebaut und bereit, nach dem Ramadan gegessen zu werden. Zwischen den vielen Menschen, die zu dem Fest gekommen waren, steht Sami Jendoubi mit einer großen Schüssel. "Das ist ein Honiggebäck das wir traditionell zum Fastenbrechen in Tunesien essen. Neben dem süßen Gebäck ist auch die Schüssel selbst gemacht", erklärt Sami und erzählt eine Geschichte, wie das Gebäck erfunden wurde.

Zum Zuckerfest wird ausgelassen gefeiert und geschenkt. "Die Kinder bekommen Geschenke. Das ist so ähnlich wie bei uns zu Weihnachten", weiß Jenny Haase, die das Fest mitorganisierte. Doch nicht nur die Kinder wurden beschenkt. Auch der Refugee-Garten bekam etwas. Der Vital-Verein um Steffen Marquardt übergab den Refugees ein Insektenhotel für die grüne Oase. Die Kinder spielten miteinander, die Eltern und Jugendlichen aßen, was das Zeug hielt. Immer wieder wurden Kostbarkeiten aus der Heimat an die Anwesenden verteilt.

Auch eine Refugee-Band spielte zum Zuckerfest im Garten. Trotz des wechselhaften Wetters waren alle bester Stimmung. Auch Dank der Voigtsberger Schlossstube, die kurzerhand einen Pavillon zur Verfügung stellte. Der Elster Park unterstützte den Garten, indem er Teppiche spendete, auf die sich die zahlreichen Besucher setzen konnten und so in aller Ruhe die Köstlichkeiten essen konnten. So feierten und aßen alle friedlich miteinander.