Ich bin der Meinung, dass...

Plauen bei der Bundesregierung irgendwie einen Stein im Brett zu haben scheint. Nach den 50 Millionen Euro, die die Stadt im vergangenen Jahr als Modellkommune bekommen hat, sind es jetzt fast drei Millionen Euro, die aus Berlin nach Plauen fließen. Damit soll die Entwicklung der Plauener Innenstadt vorangetrieben werden. Und wieder stand die vogtländische CDU-Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas Patin bei dem Coup. Von ihr kam der heiße Tipp, dass sich Plauen erneut um eine millionenschwere Finanzspritze aus Berlin bewerben sollte. Ein schöneres Geschenk hätte man sich im Jubiläumsjahr "Plauen 900" kaum vorstellen können. Und das in Zeiten, in denen es kaum etwas zu lachen gibt. Die Freude im Rathaus, wo das Geld langsam knapp wird, ist riesig. Vor allem auch bei der CDU, die den Antrag gemeinsam mit Yvonne Magwas initiierte. Oberbürgermeister Steffen Zenner weiß, dass die Stadt mit der stolzen Summe aus Berlin beginnend im Frühjahr "viele wichtige und zukunftsweisende Projekte" voranbringen kann". Neben Plauen bekommen auch die vogtländischen Städte Reichenbach (739.000 Euro), Auerbach (324.000) und Rodewisch (690.000) etwas vom Berliner Förderkuchen ab. Den Geldregen hat das Vogtland vor alllem der rührigen Abgeordneten Yvonne Magwas zu verdanken. Deren Herz schlägt auch als neu ins Amt berufene Vizepräsidentin des Bundestages für die Region, in der sie aufgewachsen ist. Ob das Vogtland auch noch so gut bedacht wird, wenn die Bundesregierung bald nicht mehr von der CDU, sondern von der SPD geführt wird, bleibt zu hoffen. "Unsere Yvonne", die in Berlin sehr gut vernetzt ist, hat aber gewiss schon einige gute Ideen, wie sie "ihrem Vogtland" auch künftig helfen kann.

 


In Plauen soll mit den 2,7 Millionen Euro das Projekt "Plauener City 900 plus" mit einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Umwandlung der Innenstadt auf den Weg gebracht werden. Das Einzelhandelskonzept soll fortgeschrieben, ein Innenstadtkonzept erarbeitet werden. Die Vision eines Regionalkaufhauses, in dem vogtländische Produkte angeboten werden, könnte schon bald wahr werden. Dafür sollen in der Innenstadt leerstehende Gewerbeflächen angemietet werden. Davon gibt es in Plauen mehr als genug. Sie könnten so wieder eine sinnvolle Verwendung finden und das Stadtbild deutlich aufwerten. Ohne die Finanzspritze aus Berlin wäre das Projekt erst mal eine Version geblieben und hätte möglicherweise erst in vielen Jahren auf der Tagesordnung gestanden. Wilfried Hub
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