Ich bin der Meinung, dass...

… man es keinem mehr übel nehmen darf, wenn beim Thema Corona die Ohren mittlerweile auf Durchzug gestellt werden. Uns erreichen zu viele widersprüchliche, teilweise absurde Nachrichten. Die Verunsicherung der Menschen erreicht einen neuen Höhepunkt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), bleibt sich treu und stiftet maximale Verwirrung. Trotz stark steigender Inzidenzen will Spahn die "epidemische Lage" beenden. Trotz massiver Kritik und zwar von allen Seiten, bleibt er dabei: "Der Ausnahmezustand kann aus meiner Sicht beendet werden." Warten wir ab, wie lang es dauert, bis Spahn (wie üblich) wieder zurückrudert. Wenn er dann überhaupt noch im Amt ist. In einigen Wochen ist er nämlich kein Gesundheitsminister mehr.
Der Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich, der in der Vergangenheit fürs Impfen warb, Protagonist einer großen Kampagne der Bundesregierung war, gab jetzt zu, dass er selbst nicht geimpft sei. Er begründet seine Haltung mit fehlenden Langzeitstudien. Sein Nein zur Impfung stößt bei Politikern, Fußballern und Experten auf Kritik. Er sei "kein Corona-Leugner oder Impfgegner", betonte Kimmich. Und doch ist einer Falschmeldung aufgesessen. Die von ihm beschriebenen Langzeitfolgen sind ein Missverständnis, das sich nach Experten-Aussagen aber hartnäckig hält. Heute geimpft und nächstes Jahr tritt eine Nebenwirkung auf - das gibt es nicht, hat es noch nie gegeben und wird auch bei der Covid-Impfung nicht auftreten. Das erklären die meisten seriösen Mediziner. Es ist Kimmichs eigene Entscheidung, ob er sich impfen lässt. Doch er ist Vorbild und trägt damit auch große Verantwortung. Durch sein Handeln kann er die Kampagne positiv, aber auch negativ beeinflussen. Ich bin überzeugt, dass er sich zeitnah impfen lässt - entweder aus eigener Einsicht oder weil der Druck, der sich aufgebaut hat, zu groß geworden ist.
Nach wie vor ungeklärt ist die Maskenpflicht in Schulen. In einigen Bundesländern soll sie aufgehoben werden. Zum Beispiel in Sachsen und Nordrhein-Westfallen. In anderen Ländern bleibt sie. Ähnlich unklar ist der Umgang mit den Drittimpfungen. Von der Politik werden diese Auffrischungsimpfungen gefordert und neuerdings kritisiert, dass es so langsam vorangeht. Grundlose Hektik. Von einer deutlichen Zunahme an Durchbrüchen bei Geimpften ist nichts bekannt. Die meisten Menschen sind auch noch gar nicht dran. Wären die Impfzentren nicht so schnell geschlossen worden, würde es vermutlich schneller gehen. Wilfried Hub