Ich bin der Meinung, dass...

… es richtig ist, ab nächsten Montag die kostenlosen Corona-Tests zu beenden. Mit Ausnahmen natürlich. Gratis sind sie dann nur noch für diejenigen, die sich nicht impfen lassen können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt - wie Schwangere oder Kinder. Die Impfung gegen das Coronavirus stellt die einfachste und wirksamste Vorbeugungsmaßnahme dar. Da sie verträglich, verfügbar und kostenlos ist, ist der staatlichen Aufgabe, für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, Genüge getan. Wer das staatlich finanzierte Impfangebot, das mittlerweile allen gemacht wurde, nicht angenommen hat, muss die Konsequenzen selbst tragen. Schließlich kann keiner ernsthaft erwarten, dass ihm die Allgemeinheit weiterhin die erforderlichen Tests finanziert. In manchen Fällen kann das ganz schön teuer werden. Am Flughafen zum Beispiel, wo ein PCR-Test bis zu 70 Euro kosten kann. Ein Antigen-Schnelltest, der aber nicht überall ausreicht, kostet 29 Euro. In den Städten kostet ein Test zwischen 18 und 40 Euro. Da fängt man schon mal an zu rechnen, wenn man sich nur mal abends mit ein paar Kumpels zum Bier treffen will, aber nicht geimpft ist. Gaststätten, in denen 2G gefordert ist, also geimpft oder genesen, darf man gar nicht mehr betreten. Das ist übertrieben. Meiner Ansicht nach müssen Ungeimpfte mit einem negativen PCR-Test Geimpften und Genesenen gleichgestellt werden. Es kann nicht darum gehen, Ungeimpfte abzustrafen und so lange unter Druck zu setzen bis sie ihren Arm zum Pieks "freiwillig" hinhalten.
Die Debatte um Rechte von Geimpften und Ungeimpften, um 3G und 2G nervt langsam. Nach wie vor wird auf steigende Inzidenzwerte mit Panik reagiert. Die Krankenhauseinweisungen und die Belegung der Intensivstationen, die ja stärker berücksichtigt werden sollen, sind gering. Der Hospitalisierungswert in Sachsen liegt aktuell bei nur 1,5 Prozent. Ende 2020 war er noch zehn Mal hoch gewesen. Es ist also höchste Zeit, die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie schrittweise zurückzunehmen. Durch die Impfungen wurde viel erreicht. Wenn es stimmt, dass die Impfquote deutlich höher ist als angenommen, sollte die Herdenimmunität schon erreicht sein. Am Beispiel Großbritannien sieht man, dass längst nicht alles aus dem Ruder läuft, wenn die Maßnahmen aufgehoben werden. Im Gegenteil. Die britische Regierung hatte zum "Freedom Day" am 19. Juli fast alle Einschränkungen zurückgenommen und stattdessen an die Eigenverantwortung der Bürger appelliert. Das sollte doch auch bei uns möglich sein. Wilfried Hub