Ich bin der Meinung, dass...

… es bereits deutliche Anzeichen für die vierte Coronawelle gibt. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat sich innerhalb eines Tages sprunghaft erhöht. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 8324 Neuinfektionen - und damit über 4400 mehr als am Vortag (3912). Im Vogtland hat sich auf niedrigem Niveau die Zahl der aktiven Coronafälle am Mittwoch im Vergleich zum Vortrag um fast 50 Prozent erhöht. Zehn Neuinfektionen wurden bekannt. Damit stieg die Gesamtzahl auf 32. Bundesweit stieg die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an und über die Marke von 40. Sie lag bei 40,8 - am Vortag hatte der Wert 37,4 betragen, vor einer Woche 25,1. Im Vogtlandkreis stieg die Inzidenz am Mittwoch deutlich auf 11,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Am Dienstag hatte der Wert noch bei 7,5 gelegen. Das hat Konsequenzen: Ab einer anhaltenden Inzidenz von zehn und mehr werden die Coronaschutzmaßnahen verschärft. So wird in den Geschäften und anderen Einrichtungen das Tragen von Masken wieder Pflicht. In Dresden ist das schon der Fall. Über der zehn liegen in Sachsen auch noch die Städte Leipzig (13,7) und Chemnitz (12,6). In Leipzig gelten bereits verschärfte Corona-Regeln. Chemnitz liegt seit Montag den fünften Tag in Folge oberhalb der Zehner-Inzidenz. Seit Mittwoch gelten dort die strengeren Regeln, unter anderem ist auch das Tragen von Mund-Nasenschutz wieder vorgeschrieben. Das Vogtland könnte Anfang der kommenden Woche folgen.
Obwohl die Maßnahmen wieder überall verschärft werden, wollen die Bundesländer laut Medienberichten ihre Corona-Impfzentren mit Auslaufen der Finanzierung durch den Bund schließen. Damit wird voraussichtlich kein Land seine zentralen Impfstellen über Ende September hinaus auf eigene Kosten betreiben. Angesichts der stockenden Impfkampagne ist das kein gutes Signal. Als letztes Bundesland hat jetzt auch Sachsen endlich die 50-Prozent-Marke bei den Corona-Zweitimpfungen geknackt. Laut RKI sind nun 50,1 Prozent der sächsischen Bevölkerung vollständig gegen das Virus geimpft. 53,7 Prozent sind mindestens einmal geimpft. Spitzenreiter in Sachsen ist der Vogtlandkreis mit einer Impfquote von 63,7 Prozent. Die letzten vier Plätze bei den Zweitimpfungen teilt sich Sachsen mit den anderen ostdeutschen Ländern Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Spitzenreiter sind Bremen, das Saarland und Schleswig-Holstein mit jeweils mehr als 60 Prozent. Wilfried Hub