Ich bin der Meinung, dass...

… Lars Buchmann, der parteilose Kandidat für die Plauener Oberbürgermeisterwahl am 13. Juni, gut daran tat, auf die Unterstützung der Satirepartei "Die Partei" zu verzichten. "Die Partei" hatte sich vor einigen Tagen für Buchmann ausgesprochen. Er sei politisch unabhängig, souverän und gut vorbereitet, hieß es. Buchmann lehnte die Unterstützung freundlich ab und verwies diplomatisch auf seine politische Unabhängigkeit. Der Stil, den die Satirepartei pflegt, ist wirklich nicht der des freundlichen und toleranten Erziehers Lars Buchmann. "Die Partei" wird für ihre Plakate und Statements, die auch in sozialen Medien erscheinen, oft als rassistisch kritisiert. Satire darf alles, sagt man, und darf auch lustig sein. Aber Rassismus, egal gegen wen, ist nicht lustig. Die Wochenzeitung "Die Zeit" nannte die Gruppierung kürzlich eine "Männerpartei mit Rassismusproblem". Die Satirepartei wolle der Politik den Spiegel vorhalten, verpasse aber, sich mit eigenen Fehlern auseinanderzusetzen: Rassismus und Kritikunfähigkeit. "Die Partei" äußert sich seit Jahren rassistisch und diskriminierend und wehrt jede Kritik mit dem Totschlagargument Satire ab. Satire möchte gesellschaftliche Missstände aufdecken. Die Satire von "der Partei" verstärkt diese Missstände stattdessen. In Plauen war die Satirepartei im Zusammenhang mit einem heftigen Streit am "Runden Tisch für Demokratie Toleranz und Zivilcourage" wochenlang Gesprächsthema. Es ging um ein Plakat auf Facebook, das den Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer nackt und in einer die christliche Religion herabwürdigenden Art zeigt. Das Plakat wurde von Mitgliedern des Runden Tisches geteilt und mit "Gefällt mir" versehen. Die CDU distanzierte sich und verließ den Runden Tisch. Dieser wurde im Januar 2021 aufgelöst und ging im "Bündnis für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage" auf. Wilfried Hub