Ich bin der Meinung, dass

… auch in den schwierigen Corona-Zeiten so manches geht. Und wieder können wir neben den vielen schlechten Nachrichten auch mal eine gute weitergeben: Die fünf Plauener Oberschulen bleiben auch künftig erhalten. Das ist eine frohe Botschaft. Denn die Schließung der Dittes-Oberschule war vom Sächsischen Kultusministerium bereits beschlossen. Da an der Dittesschule wiederholt keine oder nur eine 5. Klasse gebildet werden konnte, stand die Zukunft der Schule schon lange in Frage. Auch die Friedrich-Rückert-Oberschule stand wegen zu wenig Schülern auf der Kippe. Da der Stadtrat als Schulträger den unbedingten Erhalt dieser Schule frühzeitig beschlossen hatte, sah es für die Dittesschule sehr schlecht aus. Das neue Schulgesetz verlangt, dass in den Oberzentren alle Oberschulen mindestens zweizügig geführt werden müssen. Dabei liegt die Betonung auf "alle".
Rein rechnerisch könnten in den fünf Oberschulen zehn 5. Klassen gebildet werden. Problem: Die Friedensschule wurde vor einiger Zeit mit staatlichen Fördermitteln dreizügig ausgebaut. Würde sie künftig nur noch zweizügig sein, müssten Fördermittel in erheblicher Höhe zurückbezahlt werden. Das galt es zu verhindern. Kein einfaches Unterfangen. Verhandlungsgeschick war gefragt. Viele von uns wissen, wie aussichtslos es ist, eine einmal getroffene Verwaltungsentscheidung wieder rückgängig zu machen. Genau das ist Bürgermeister Steffen Zenner aber gelungen. In schwierigen Gesprächen und Verhandlungen mit dem Vogtlandkreis, dem Kultusministerium, der Landesdirektion Chemnitz und der Sächsischen Aufbaubank gelang es, die Behörden von den Plauener Wünschen zu überzeugen. Vielen Dank dafür. Der Stadtrat muss den Teil-Schulnetzplan des Vogtlandkreises zwar noch beschließen. Doch das wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit in der nächsten Sitzung am 2. Februar tun. Damit sind alle fünf Plauener Oberschul-Standorte dauerhaft gesichert. Und das ohne finanzielle Nachteile für die Stadt. Chapeau! Wilfried Hub