Ich bin der Meinung, dass...

… eine wirksame Eindämmung der Corona-Pandemie ohne Kontrollen nicht möglich ist. Es gibt einfach zu viele Menschen, die sich nicht an die Regeln halten. Manche aus Nachlässigkeit, da hilft meistens ein freundlicher Hinweis. Manche, weil sie grundsätzlich jede Schutzmaßnahme ablehnen. Mancher Corona-Leugner meint, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung seine in der Verfassung garantierten Grundrechte beschneidet. Das ist lächerlich, aber heute nicht das Thema. Es geht um die Kontrollen, die auch von vielen Bürgern gefordert werden. Sie haben Angst, dass jemand sie ansteckt, wollen aber selbst möglichst die Auseinandersetzung mit Verweigerern vermeiden. Das sollen Sicherheitskräfte (Polizei, Ordnungsamt) erledigen. Das gelingt zwar, aber es gibt noch Reserven. Es muss mehr Kontrollen geben, auch an Haltestellen und vor Eingängen von Geschäften, wo sich Schlangen bilden können, und vor Verkaufsbuden in der Innenstadt. Auch bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung muss die Polizei für Ordnung sorgen. Das passiert auch. In der Plauener Fußgängerzone trug zu Beginn der Maskenpflicht allenfalls ein Drittel der Passanten Masken. Das hat sich stark verbessert. Mittlerweile trägt etwa ein Drittel keine. In den Läden funktioniert es ganz gut, seit Oben-ohne-Kunden nicht mehr bedient werden. Vor vielen Läden steht ein Security-Mitarbeiter, der das Einhalten der Regeln und die Anzahl der zugelassenen Kunden überprüft. Kaum nötig sind verstärkte Kontrollen in Zügen. Ich fahre regelmäßig Bahn und konnte selbst feststellen, dass dort so gut wie alle die Maskenpflicht einhalten. Das ist auch das Ergebnis eines bundesweiten Aktionstages der Bahn am Montag. Bei mehr als 99 Prozent der Kunden gab es nichts zu beanstanden. Gerade in Zügen kann es passieren, dass man auf engstem Raum zusammenkommt. Da ist es wichtig, dass man sich an die Regelungen hält. Laut Bahn liegt die Auslastung aktuell bei maximal 25 Prozent. Damit das auch über die Feiertage so bleibt und die Abstände in Zügen eingehalten werden können, stockt die Bahn ihr Angebot auf. Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember kommen 15 neue ICE-4-Züge auf die Strecke und damit rund 13.000 zusätzliche Sitzplätze. Der bundeseigene Konzern will 100 Sonderfahrten zum Fest anbieten. Wilfried Hub