Ich bin der Meinung, dass...

… es in diesen düsteren und trostlosen Zeiten durchaus auch gute Nachrichten gibt. Wir müssen in diesem Jahr wegen Corona zwar auf unseren gewohnten Weihnachtsmarkt in Plauen verzichten. Aber ein Advents-Bummel wird trotzdem möglich sein. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung werden einige Händler, die sonst auf dem Markt stehen würden, in den nächsten Tagen weihnachtlich geschmückte Buden aufbauen. In den Häuschen, die natürlich mit weitem Abstand voneinander stehen werden, ist das Angebot (fast) so wie auf dem Weihnachtsmarkt. Keiner muss auf seinen Glühwein verzichten. Allein an sechs der geplanten rund 20 Buden kann man das in der Vorweihnachtszeit obligatorische Getränk genießen. Neben Süßwaren und Backwaren gibt‘s auch Holzkunst und Geschenkartikel. (Über die Buden berichten wir ausführlich auf Seite 5.) Und noch eine gute Nachricht: Trotz verschärfter Corona-Maßnahmen sind alle Läden geöffnet. Alle Weihnachtseinkäufe können hier erledigt werden. Das ist allemal besser als die Geschenke online zu bestellen. Gleichzeitig wird der durch die Pandemie arg gebeutelte Handel unterstützt.
Natürlich müssen in den Geschäften, aber auch vor den Buden, die Regeln eingehalten werden. Auch an Weihnachten und Silvester sollte jeder versuchen, sich an die Maßnahmen zu halten, damit es im neuen Jahr kein böses Erwachen in Form erhöhter Infektionszahlen gibt. Ein Verbot von Feuerwerk an Silvester, zumindest für die Innenstädte, halte ich für sinnvoll. Ein solches Verbot ist auch aus anderen Gründen längst überfällig. Silvesterknallerei ist gefährlich. Es passieren jedes Jahr sehr viele schwere Unfälle durch den leichtfertigen Umgang, vor allem wenn Raketen und Böller auf Alkoholkonsum treffen. Regelmäßig werden Menschen verletzt, auch Todesfälle kommen vor. Das Verbot lässt sich auch mit der massiven Feinstaubbelastung begründen. Durch die Knallerei wird viel Feinstaub freigesetzt - zu viel für die sowieso schon durch die Abgase des Straßenverkehrs belasteten Innenstädte. Laut Bundesumweltamt verballern die Deutschen zum Jahreswechsel zwischen 100 und 150 Millionen Euro - und setzen dabei 4500 Tonnen Feinstaub frei. Das entspricht 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Menge. Die Deutsche Umwelthilfe forderte bereits vergangenes Jahr wegen der Feinstaubbelastung für mehr als 30 Städte Böller-Verbote, die sie notfalls auch per Gericht durchsetzen wollte. Wilfried Hub