Ich bin der Meinung, dass...

… es eben doch immer auch am Personal liegt, ob sich etwas bewegt oder nicht. Es mag Zufall sein, aber ich habe den Eindruck, dass mit der Wahl von Kerstin Wolf zur Plauener Baubürgermeisterin manches plötzlich leichter und schneller geht als vorher. Sie weiß, dass der Stadtpark samt Teich und Fontäne vielen Bürgern am Herzen liegt. Immerhin wurde der Park bei einer Umfrage des Dachverbandes Stadtmarketing vor zwei Jahren zum unumstrittenen Lieblingsplatz der Plauener gewählt. Vor zwei Jahren begangen auch die Überlegungen für die Erneuerung der Grünanlage inklusive Teichsanierung. Bei einer Bürgerversammlung nach einer Ortsbegehung wurden Wünsche und Anregungen von Plauenern vorgetragen. Sie sollten in einen sogenannten Masterplan für die Erneuerung des Parks einfließen. Doch der Masterplan und vor allem dessen Umsetzung ließen auf sich warten. Bereits im September 2019 sollten Detailpläne zur Umgestaltung vorgelegt werden. Aber nichts passierte. Der damalige Baubürgermeister Levente Sárközy ließ lediglich wissen, dass kein Geld für den Stadtpark eingeplant sei und vertröstete die enttäuschten Bürger weiter.
Im vergangenen Sommer wurde Sárközy abgelöst. Und zwar von der Powerfrau Kerstin Wolf, die ihre Sache auch sonst sehr gut macht. Stadt und Bürger liegen ihr am Herzen. Sie konnte im Haushalt der Stadt Geld zusammenkratzen, um wenigstens den Teich zu sanieren. Fast eine halbe Million Euro wird es kosten, aus dem Weiher 6500 Kubikmeter Schlamm herauszuholen. Mit den Arbeiten wurde vor einigen Wochen begonnen. Na endlich. In den vergangenen Jahren verkam der Teich nämlich zum vertrockneten Dreckloch. Dank einer Spendenaktion des Vereins der Freunde Plauens soll auch die Fontäne, die seit Jahren versiegt ist, wieder sprudeln. Die Randbereiche des Gewässers sollen ebenfalls neu gestaltet werden. Es wird neue Bepflanzungen geben und die Wege werden saniert. Der Lieblingsplatz der Plauener entwickelt sich Schritt für Schritt wieder zur attraktiven grünen Oase Mitten in der Stadt. Trotz Corona und Ebbe in der Kasse scheint doch einiges möglich zu sein. Man (oder Frau) muss es nur wollen. Wilfried Hub