Ich bin der Meinung, dass...

… die Alkoholverbotszone in der Plauener Innenstadt mal wieder so ein Thema ist, bei dem zwar schon alles gesagt wurde, aber eben noch nicht von jedem und noch nicht oft genug. Am Dienstag wurde auch im Stadtrat wieder dazu gesprochen und am Ende erneut die von der Landesdirektion Chemnitz angeordnete Aufhebung der angeblich rechtswidrigen Verbotszone verweigert. Ich teile nicht die Ansicht der Linken, die gegen ein Alkoholverbot am Tunnel sind. Aber in der Stadtratssitzung lieferte die Linksfraktion einen klugen Beitrag zur Debatte. Und zwar als sie einen Antrag zur Geschäftsordnung stellte. Damit war die Diskussion, die ohnehin keine neuen Argumente mehr brachte, beendet. Zumindest am Dienstag. Lediglich Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer hatte etwas Neues beizutragen. Es gebe Gespräche in der Landesregierung, die unter anderem auch Plauen angestoßen habe. Es sei Bewegung in die Sache gekommen. Beim Besuch von Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) im Januar werde das Problem angesprochen. Vielleicht ist es wirklich besser, das umstrittene Thema erst mal ruhen zu lassen und im nächsten Jahr einen neuen Anlauf zu nehmen. Jedenfalls ist es notwendig, dafür zu sorgen, dass es am Postplatz ruhiger zugeht. Ob das auch ohne Alkoholverbot möglich ist, kann ich mir kaum vorstellen. Auch in Auerbach weigerte sich der Stadtrat, ein beschlossenes Alkoholverbot wieder aufzuheben. In beiden Städten war das Verbot erfolgreich. Es gab weniger Ordnungswidrigkeiten und Straftaten.
Nicht ganz so kompliziert ist es, den Vandalismus auf dem Campus der Berufsakademie zu verhindern. Der Einsatz von Wachleuten auf dem etwas abgelegenen Innenstadt-Areal rund um die Uhr ist wohl kaum machbar. Es ist vermutlich auch kein Fall für Frank M. Zabel und dessen Kommunalen Präventionsrat. Die blinde Zerstörungswut auf der neu geschaffenen Anlage dauerhaft zu verhindern, wird wohl nur durch eine Einzäunung möglich sein. Das sollte man bald tun, um weitere Zerstörungsorgien und Schäden auf dem Amtsberg zu verhindern. Wilfried Hub