Ich bin der Meinung, dass...

… es zwischen den vielen negativen Nachrichten, die wir täglich lesen und hören müssen, durchaus auch gute Botschaften gibt. Man muss sie nur suchen und ganz genau hinschauen. Die Meldung zur S-Bahn-Anbindung fürs Vogtland ist zum Beispiel so eine. Die schnelle Direktverbindung im Ein-Stunden-Takt zwischen Plauen und Leipzig, die seit Jahren gefordert wird, soll endlich kommen. Zwar erst mit dem Fahrplanwechsel 2025, aber immerhin ist es ein immens großer Lichtblick am Ende des Tunnels. Plauen wird Teil des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes mit dem Knotenpunkt Leipzig. Wer öfter mit der Bahn unterwegs ist, kennt die Linie S5X, die Halle mit Zwickau verbindet. Bislang mussten die Fahrgäste in Werdau umsteigen und mit der Vogtlandbahn weiter nach Plauen fahren. Künftig soll der Zug in Werdau geteilt werden. Ein Zugteil fährt weiter nach Zwickau, der andere über Reichenbach nach Plauen.
Bei der Linie S5X handelt es sich um einen schnellen Zug nach Leipzig im Zwei-Stunden-Takt, der kleine Haltestellen nicht bedient. In der fehlenden Stunde soll es ebenfalls eine Verbindung von Plauen nach Leipzig geben. Und zwar der Fernzug, der im "Deutschlandtakt" zwischen Nürnberg nach Stralsund verkehrt und das Vogtland einbezieht. Für die schnelle Direktverbindung von Leipzig nach Plauen laufen beim Zweckverband Verkehrsverbund Vogtland (ZVV) bereits die Vorbereitungen. Die Weichen endgültig gestellt sind aber erst nach größeren Umbauarbeiten im Bahnhof Werdau, die die Zugteilung erst ermöglichen. Mittlerweile ist auch Landrat Rolf Keil Feuer und Flamme für die schnelle S-Bahn-Verbindung nach Leipzig: "Ein wichtiger Schritt für eine bessere Verkehrsanbindung der Region." Bislang favorisierte er die Fernbahn-Verbindungen nach München, Nürnberg und Berlin. Auch die müssen kommen. Hier ist die Bahn in der Pflicht. Wilfried Hub