Ich bin der Meinung, dass...

... es richtig ist, jetzt die Diskussion über die Maske zu führen. Die einen warnen davor, die Maskenpflicht zu beenden, die anderen sehen keinen Grund an der Maßnahme festzuhalten, wenn in einem Bundesland das Infektionsgeschehen so gering bleibt wie derzeit. Angestoßen wurde die Debatte von Mecklenburg-Vorpommern, dem Land mit den von Anfang wenigsten Infektionen in Deutschland. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) kündigte an, die Maskenpflicht im Einzelhandel abschaffen zu wollen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) plädiert dafür, die Pflicht in eine Empfehlung umzuwandeln. Auch in Sachsen könnte man sich ein Ende der Maskenpflicht vorstellen. "Wir schauen gerade, ob wir beim Einkaufen auf die Masken verzichten können", so Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Die südlichen Länder, vor allem Bayern und Rheinland-Pfalz, wollen an der Maskenpflicht festhalten. Die Aufhebung wäre ein falsches Signal. Die bayerische Staatsregierung sieht "nicht den geringsten Anlass, die Maskenpflicht aufzuheben". Tatsache ist, dass das Virus noch da und auch noch gefährlich ist. Das beweisen die vielen lokalen Ausbrüche und die weltweit steigenden Infektionszahlen. Wir müssen bei Corona weiterhin höchste Vorsicht walten lassen müssen.
Die Maskenpflicht war meiner Ansicht nach neben der Abstandsregelung die entscheidende Maßnahme, die das Infektionsgeschehen in Deutschland so gering ausfallen ließ. Hätten einige Mediziner und Politiker den Mund-Nasen-Schutz am Anfang nicht so verteufelt (Merkel: "Virenschleudern"), wäre der Verlauf vermutlich noch günstiger gewesen. Um das Erreichte nicht zu gefährden, kann es eine generelle Aufhebung der Maskenpflicht aber nicht geben. Im Einzelhandel sollte es aber auch ohne Masken gehen, da dort der nötige Abstand eingehalten werden kann. Die Einnahmeausfälle im Handel sind mittlerweile so massiv, dass viele Betriebe vor der Insolvenz stehen. Und das Infektionsrisiko ist in manchen Regionen mittlerweile so gering, dass eine Maskenpflicht dort wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist. Wir dürfen unseren Einzelhandel nicht zerstören. Der Einkauf mit Maske ist für viele eine Zumutung. Vor allem im Sommer. Jeder kauft nur das Nötigste, um schnell wieder aus dem Geschäft herauszukommen. Meistens werden ohnehin nur Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte betreten. Die Läden anderer Branchen schauen in die Röhre. Wilfried Hub