Ich bin der Meinung, dass...

Stadtverwaltung und Polizei es gemeinsam geschafft haben, die Anzahl der Straftaten in der Plauener Innenstadt deutlich zu reduzieren. Das wäre ohne Alkoholverbot und verstärkter Polizeipräsenz vermutlich nicht gelungen. Deshalb war es richtig, das Alkoholverbot am 1. April wieder in Kraft zu setzen. Die Zone wurde vergrößert. Es ist eine traurige Wahrheit, dass die Menschen unter Alkohol eher bereit sind, Straftaten zu begehen. Das Alkoholverbot trägt aber auch dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger Rechnung. Die Leute fühlen sich verunsichert, wenn sie Schlägereien beobachten (müssen), obwohl sie selbst damit gar nichts zu tun haben und objektiv auch nicht in Gefahr sind. Leider ist die Situation auf dem Campus Amtsberg nicht so leicht in den Griff zu bekommen. Dort kam es in der Vergangenheit mehrfach zu Vandalismus. Das Areal befindet sich zwar in der Innenstadt, ist aber trotzdem sehr abgelegen.
Es kommt dort zu Ablagerungen von Müll und kaputt geschlagenen Flaschen, Schmierereien und Zerstörungen. Erst kürzlich wurden Jugendliche dabei erwischt, als sie die Umrandung der Aussichtsplattform beschmierten. Vor zwei Wochen war ein großer Schriftzug am Mauerwerk zu lesen - unter anderem die Buchstaben ACAB, die englischsprachige Abkürzung für ein Schimpfwort gegen Polizisten. Am Montag beschäftigte sich der Stadtbau- und Umweltausschuss des Stadtrates mit dem traurigen Thema. Vor allem Stadtrat Bernd Stubenrauch (SPD) machte wutentbrannt auf die Vorfälle am Schlosshang aufmerksam. Die CDU-Fraktion forderte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer auf, ein Konzept vorzulegen, wie die Außenanlagen der BA vor Vandalismus geschützt werden können. Fraglich ist, ob ein Wachdienst viel bringt. Die Wachleute können sich nicht ständig dort aufhalten. Eine Videoüberwachung ist rechtlich schwierig. Am Postplatz wurde eine solche Maßnahme von der Polizei für nicht notwendig erachtet. Hier spielt auch der Datenschutz eine Rolle. Das Gelände nachts zu verschließen, wird am Ende die einzige Möglichkeit sein, den mutwilligen Zerstörungen ein Ende zu bereiten. Andere Schulhöfe in der Stadt sind auch nicht immer zugänglich. Nachts hat dort oben auch niemand etwas verloren. Wilfried Hub