Ich bin der Meinung, dass...

… man die vom Plauener Wirtschaftsförderer Eckhard Sorger angepriesenen leuchtenden XXL-Werbewände, die an der Plauener Martin-Luther-Straße aufgestellt werden sollen, nicht zwingend gut finden muss. Die fünf mal drei Meter großen programmierbaren LED-Bildschirmtafeln sollen Werbe- und Pachteinnahmen in die Stadtkasse spülen. Ein schlagendes Argument ist das aber nicht. Zumal die Werbewände das Stadtbild nicht gerade verschönern. Dass es so etwas in Oelsnitz, Reichenbach und Lengenfeld schon gibt, ist auch nicht wirklich ein Grund. Man muss schließlich nicht jede zweifelhafte Idee nachmachen. Falls man im Plauener Rathaus meint, dass die Stadt auf die zusätzlichen Einnahmen angewiesen sei, sollte man aber wenigstens nach einem anderen Standorten suchen. Obwohl die Werbewirtschaft solche platten Scheußlichkeiten an hochfrequentierten Standorten haben will, etwa an belebten Kreuzungen, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Verkehr nicht unnötig beeinträchtigt wird. Um die Werbebotschaften der leuchtenden Bildschirmwände zu begreifen, muss man sich darauf konzentrieren. Obwohl man doch eigentlich auf den Verkehr aufpassen sollte. Standorte kurz vor Kreuzungen sind meiner Ansicht nach ungeeignet für solch überdimensionierte Werbung. Außerdem sollten Standorte gefunden, an denen auch die Möglichkeit zum Anhalten besteht. In der Vergangenheit wurde großflächige Straßenwerbung im Kreuzungsbereich, etwa an leeren Häuserwänden, zum Schutz des Verkehrs aus gutem Grund von der Verkehrsbehörde oftmals abgelehnt. Die Idee für die XXL-Werbung wurde Anfang der Woche im Stadtratsausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing vorgestellt. Entschieden ist aber noch nichts. Wilfried Hub