Ich bin der Meinung, dass...

… wir alle mithelfen sollten, die Gastronomie in Plauen und im Vogtland zu unterstützen. Die meisten Gaststätten und Restaurants kämpfen ums Überleben. Seit zwei Wochen dürfen sie zwar wieder Gäste bewirten, aber die spärlichen Umsätze reichen hinten und vorne nicht. Die Beschränkungen wegen Corona sind sicherlich sinnvoll. Aber der Wirt muss damit klar kommen, wenn er in seinem kleinen Lokal nur zwei von fünf Tischen nutzen darf, um die geforderten Abstände zu gewährleisten. Und die wenigen Plätze sind oft nicht mal besetzt, weil die Leute Angst haben, sich anzustecken. Vor allem ältere Menschen bleiben lieber daheim. Etliche Lokale haben erst gar nicht wieder geöffnet, andere bereits wieder geschlossen, weil die Betriebe nicht wirtschaftlich zu führen sind. Die täglichen Fixkosten für Personal und anderes übersteigen die Einnahmen. Jeder Tag, an dem geöffnet ist, belastet die Situation weiter anstatt sie zu verbessern. Alle hoffen auf Hilfe vom Staat. Doch die Kredite, die vielleicht gegeben werden, müssen irgendwann wieder zurückbezahlt werden. Jeder einzelne von uns kann etwas dafür tun, damit wieder mehr Geschäft entsteht. Einfach hingehen und sich in der Gaststätte oder im Restaurant kulinarisch verwöhnen lassen. Nach dem nervigen Lockdown tut es jedem gut, mal wieder auszugehen. Vor allem aber hilft es den gebeutelten Gastronomen wieder selbst auf die Beine zu kommen. Auch die Stadt kann eine kleine Unterstützung geben, in dem sie zum Beispiel die Gebühren für Tische und Stühle im Freien erst mal aussetzt. Der Vorschlag der CDU-Stadtratsfraktion, "kostenlose Möglichkeiten für die Außengastronomie" zu schaffen, trifft voll ins Schwarze. Die Betriebe sparen ein wenig Geld. Viel wichtiger ist aber, dass die Gastronomen mehr Platz zur freien Entfaltung bekommen. Zusätzliche Tische im Freien könnten die gesperrten Plätze im Restaurant ersetzen. Die Verwaltung sollte zusammen mit Branchenvertretern nach Möglichkeiten suchen, für Gaststätten, Imbisse und Hoteliers weitere Flächen im öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen - beispielsweise auf dem Altmarkt. Dadurch könnte auch die Innenstadt belebt werden.Wilfried Hub