Ich bin der Meinung, dass...

… sich unser Bau-Bürgermeister Levente Sárközy, der im Spätsommer dieses Jahres wieder für das Amt kandidieren möchte, im Moment selbst kein besonders gutes Zeugnis ausstellt. Die jahrelange Diskussion und das ständige hin her um die Caravan-Stellplätze in der Innenstadt hat sich zur widersinnigen und lächerlichen Groteske entwickelt. Das Vorhaben geistert schon seit Jahren durchs Rathaus. Der zuständige Ausschuss (Stadtbau und Umwelt) hat sich schon x Mal mit dem Thema beschäftigt. Der Bürgermeister legt wieder und wieder neue Pläne auf den Tisch. Jedes Mal ist das Projekt etwas anders und jedes Mal werden die Kosten neu veranschlagt. Mal mehr, mal weniger Stellplätze, mal mit, mal ohne Toiletten, mal mit, mal ohne Sanitärtrakt, mal auf dem Neustadtplatz, mal an der Auenstraße. Jetzt hat der Ausschuss ein Minimalprojekt beschlossen (Warum eigentlich?). Es sollen noch in diesem Jahr acht Plätze für Wohnmobile an der Auenstraße entstehen. Erst für 2021 sind die Toiletten geplant. Von einer ordentlichen Sanitäranlage mit Duschen ist keine Rede mehr. Ein beachtlicher Zickzack-Kurs für ein Projekt, das vom Stadtrat bereits im vergangenen Jahr zwar beschlossen, nur nicht umgesetzt wurde. Und die Pläne sind trotz des neuerlichen Beschlusses im Ausschuss nicht mal in trockenen Tüchern. Die Verwaltung soll erst noch ein Konzept zur kostendeckenden Betreibung entwickeln. Bei nur acht Stellplätzen sicherlich kein leichter Auftrag. Die Aufgabe an die Verwaltung, eine von den Caravan-Stellplätzen getrennte einfache Toilette auf dem Neustadtplatz zu entwickeln, gleicht einem Schildbürgerstreich. Ich sehe schon die Camper wie sie nachts im Schlafanzug von der Auenstraße durch das kleine Wäldchen zur rettenden Toilette eilen. SPD-Stadtrat Bernd Stubenrauch erteilte Bürgermeister Sárközy und seiner Verwaltung für den Umgang mit dem Projekt "eine glatte Note sechs". Recht hat er. Wilfried Hub