Ich bin der Meinung, dass...

… die Bahnreisenden im Vogtland trotz gewaltiger Investitionen der Bahn in den nächsten Jahren kaum Verbesserungen erwarten dürfen. 86 Milliarden Euro sollen bis 2030 in den Erhalt des maroden Schienennetzes investiert werden. Das ist mehr als doppelt so viel wie den zurückliegenden zehn Jahren. Allein 2000 Brücken sollen erneuert werden. Ziel ist es, die Zahl der Bahnreisenden zu verdoppeln. Die Stärkung der Schiene soll vor allem dem Klimaschutz dienen. Wegen des riesigen Investitionsstaus bei der Bahn sind Experten aber der Meinung, dass die die veranschlagten Mittel nicht ausreichen. Nicht mal der weitere Verschleiß lasse sich damit stoppen. Es ist wichtig, das Schienennetz zu erhalten. Aber das kann nicht alles sein. Ohne einen Ausbau der Strecken wird sich die Lage für die Zugreisenden nicht spürbar verändern. Vor allem nicht in der Fläche. Den ländlichen Raum zu stärken, was ja alle Politiker für so wichtig erachten, scheint jedenfalls kein Ziel der Milliarden-Investition zu sein. Im Klartext: Für unsere Region wird nichts wirklich besser. Plauen und das Vogtland bleiben abgehängt. Obwohl gerade im ländlichen Raum etwas dafür getan werden müsste, den Individualverkehr vom Auto auf die Schiene zu bringen. Das wäre dann auch nachhaltiger Klimaschutz. Zugegeben, innerhalb des Vogtlandes gab es in den vergangen Jahren einige Verbesserungen. Was fehlt ist der Anschluss an den überregionalen Bahnverkehr. So lange es keine direkte, schnelle und regelmäßige Zugverbindung nach Leipzig gibt und auch Dresden und Nürnberg nur schwer erreichbar sind, wird sich daran auch nichts ändern. Der Ausbau dieser Verbindungen muss Priorität haben. Eine Elektrifizierung der Strecke zur tschechischen Grenze ist meiner Ansicht nach weniger wichtig. Mit der Bimmelbahn nach Werdau und dann mit der S-Bahn nach Leipzig, kann auf Dauer keine Lösung sein. Eine Alternative zum Auto ist sie jedenfalls nicht. Wilfried Hub