Ich bin der Meinung, dass...

… es sich lohnt, um die Galerie Forum K in Plauen zu kämpfen. Da müssen aber alle mitmachen. Die Statements aus der Galerie zum Auszugstermin am Wochenende klangen nicht sehr vielversprechend. Man hat ein wenig den Eindruck, als seien die Verantwortlichen im Verein mittlerweile deprimiert und ohne Hoffnung. Seit Monaten kämpfen Markus Schneider, Markus Löffler und ihre Mitstreiter um die Zukunft der Galerie Forum K. Es gab auch viel verbale Unterstützung, konkrete Hilfe aber eher nicht. Trotz größter Bemühungen der Macher, ist es nicht gelungen, einen bezahlbaren Raum in Zentrumsnähe zu finden. Eine Rückkehr in das Gebäude, in dem die Galerie bislang war, ist in Aussicht gestellt. Das kann aber dauern. Falls das Forum K ab sofort für längere Zeit geschlossen sein wird, ist es keineswegs sicher, dass es dann wieder weitergeht. Wir können zwar darauf hoffen, dass es so sein wird, aber das ist mir zu wenig. Ob die engagierten Leute im Verein dann die Kraft haben werden, wieder von vorne zu beginnen, ist fraglich.
Es muss eine schnelle Lösung her, damit das Kulturforum wenigstens als mobiler Veranstalter erhalten bleibt. In der Galerie fanden bisher nicht nur Ausstellungen statt. Bewährte Events wie die "Akustik-Konzerte", die "Lese-Bühne" oder Infoveranstaltungen und Diskussionsrunden sollten auch weiterhin möglich sein. Aber auch dafür braucht man eine passende und finanzierbare Location. Die Wohnungsbau-Gesellschaft (WbG), der bisherige Mieter, ist nicht der Buhmann. Der Verein betont, dass sich die WbG sehr bemüht habe, einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu finden. Es gibt wohl die Möglichkeit, nach der Sanierung ins Erdgeschoss (jetzt Milchbar) einzuziehen. Aber die Miete wird höher sein als bisher. Dazu kommen die Nebenkosten. Ohne Hilfe von außen wird das fürs Forum K nicht zu finanzieren sein.
Neben Vogtland Museum, Malzhaus, Kunstverein und Komturhof deckt das Forum K einen kulturellen Bereich ab, der vor allem junge Leute anspricht. Das darf nicht vorbei sein. Ich appelliere an die Fraktionen im Stadtrat, die Stadtverwaltung und Kulturbürgermeister Steffen Zenner, ein tragfähiges Finanzierungskonzept zu finden und dieses gemeinsam mit dem Verein umzusetzen. "Wir haben uns doch bemüht", reicht als Reaktion aber nicht. Es muss ein Ausweg gefunden werden. Und zwar noch bevor die Macher der Galerie total gefrustet die Brocken endgültig hinschmeißen. Im Zusammenhang mit dem Neubau einer Tourist-Info wurde sehr viel über leerstehende städtische Immobilien in der Innenstadt gesprochen. Vielleicht findet sich hier ein Lösungsansatz. Auch die anderen Plauener Vereine sollten offen sein für Kooperationen mit dem Forum K. Vor allem in der (vorübergehenden) mobilen Phase ist das wichtig. Als Vorsitzender des Kunstvereins Plauen-Vogtland biete ich eine noch intensivere Zusammenarbeit mit dem Forum K ausdrücklich an. Wilfried Hub