Ich bin der Meinung,dass...

… es wirklich höchste Zeit ist, dass sich etwas bewegt beim Tabakwerbeverbot. Für mich ist es ein Skandal, dass man sich über ein Thema, bei dem es nachweislich um Leben und Tod geht, so lange streitet. Jedes Jahr sterben in Deutschland 120.000 Menschen einen qualvollen Tabaktod. Die meisten beginnen als Jugendliche mit dem Rauchen. Diese müssen besser geschützt werden. Die Union, die ein Werbeverbot jahrelang blockierte, hat sich jetzt endlich dazu durchgerungen, Zigarettenwerbung auf Plakatwänden und Litfaßsäulen zu verbieten. Damit dürfen solche Plakate nicht länger an Bushaltestellen, Bahnhöfen und Straßen hängen, wo sie von Kindern und Jugendlichen gesehen werden. Jetzt muss die Regierung einen Gesetzentwurf vorlegen.
Deutschland ist das letzte EU-Land, das diese Art von Werbung noch erlaubt. Alle anderen Länder haben die Vereinbarung der Weltgesundheitsorganisation längst umgesetzt. Und doch soll es bei uns wieder nur einen faulen Kompromiss geben. Anstatt das Verbot sofort einzuführen, kommt es nur zu einer schrittweisen Einführung der neuen Richtlinie. Ich bin für ein komplettes Verbot und so schnell wie möglich. Nur nach und nach soll Werbung für Tabak und E-Zigaretten eingeschränkt werden. Erst einmal soll ab 2021 Kinowerbung für Zigaretten verboten sein - bei allen Filmen für Jugendliche unter 18. Ein Verbot von Plakatwerbung ist ein Jahr später geplant, danach soll es auf Tabakerhitzer ausgeweitet werden und erst ab 2024 auf E-Zigaretten. Erlaubt bleibt Werbung bei Kinofilmen ab 18 und an Verkaufsstellen. Während es der SPD im Bundestag nicht schnell genug geht, geht der FDP das Tabakwerbeverbot dagegen zu weit. Das sei bevormundende Symbolpolitik. Das ist wirklich unglaublich. Wilfried Hub