Ich bin der Meinung, dass..

… die Plauener Themen Neubau Tourist-Info, Wende-Dokumentationszentrum 1989 und Caravan-Stellplatz zwar weiter diskutiert werden müssen. Dabei sollten aber bereits vorhandene Planungen und Beschlüsse in die Überlegungen einbezogen werden. Der Bauausschuss beschäftigte sich am Dienstag damit. Statements wie "großer Wurf" und "alles unter einem Dach" klingen gut, müssen aber nicht unbedingt zu vernünftigen Ergebnissen führen. Bevor neu gebaut wird, sollte nachgedacht werden, ob vorhandene Immobilien möglicherweise genutzt werden können. Für alle drei Fragen müssen gute und bezahlbare Antworten gefunden werden.
Es ist wenig sinnvoll, alle drei Projekte gleichzeitig umzusetzen. Auch sollten mehrere Standorte möglich sein. Am wenigsten eilig ist eine neue Tourist-Information. Wir haben nämlich eine gut funktionierende im Rathaus. Sie liegt mitten in der Stadt, unweit des Wendedenkmals und bei den historischen Orten der Ereignisse vom Oktober 1989. Und sie hat eine eigene Straßenbahn-Haltestelle. Ob die Verlagerung in einen repräsentativen Neubau an der Melanchthonstraße nötig und bezahlbar ist, muss nicht sofort entschieden werden. Mit der "alten" Tourist-Info im historischen Rathaus kann man erst mal ganz gut leben.
Priorität muss das Informations- und Dokumentationszentrum zur Friedlichen Revolution 1989 haben. Hier besteht ein echter Bedarf und es gibt Unterstützungszusagen unter anderem von Roland Jahn, dem Chef der Stasiunterlagenbehörde. Schon bei den Planungen zum Wendedenkmal vor über zehn Jahren wurde das alte Brandschutzamt am Oberen Graben als Standort ins Gespräch gebracht. Auch die Nähe zum Vogtlandmuseum spielte bei den Überlegungen eine Rolle. Ich halte den Standort nach wie vor für gut.
Bleibt der Caravanstellplatz auf dem Neustadtplatz. Die Maßnahme ist längst beschlossen, nur leider tut sich nichts. Warum eigentlich nicht? Das kann doch sofort gemacht werden. Dass Sanitärräume und öffentliche Toiletten dazugehören, muss nicht weiter diskutiert werden. Die Toiletten, die von allen Besuchern der Stadt genutzt werden können, werden für diesen großen Parkplatz schon lange gefordert. Die an der Syrastraße geplante WC-Anlage ist keine Alternative - zu weit und nur zu den Öffnungszeiten des Luftschutzmuseums zugänglich. Wilfried Hub